Brandenburgs Kegler trauern. Dieter Wilde ist im Alter von 81 Jahren verstorben. Der Sportverein 90 Fehrbellin verlor einen untadligen Sportkameraden, der stets alles für den Kegelsport gab und dem der Deutsche Meister viel zu verdanken hat. Das sagt Abteilungsleiter Peter Wolski über den Ehrenamtler, der am 2. November in seinem Heim eingeschlafen ist.

Einst in der Gaststätte Soost, später bei Plakotex

1969 wurde Dieter Wilde Mitglied in der Sektion Kegeln des Erstligisten SV 90 Fehrbellin und prägte seitdem das Vereinsleben. Das Kegel-Einmaleins lernte er gemeinsam mit Ehefrau Helga noch auf der Sportstätte „Soost“. Nach dem Neubau der Sportstätte auf dem ehemaligen Plakotex-Gelände war er über ein Jahrzehnt Bahnwart und Gastronom der Sportstätte. „Durch seine ruhige und liebenswerte Art sorgte er dafür, dass die Sportstätte oft schon über sechs Monate ausgebucht war“, erinnert Abteilungsleiter Peter Wolski. Auch nach der Schließung des Plakotex-Werkes blieb Wilde den 90ern treu. Bis zu seinem Tod sind das 52 Jahre gewesen.

Geschätzt als Gastronom und Handwerker

Mit seiner Ehefrau Helga war er permanent in der Sportstätte im Einsatz. Entweder wurden Sportveranstaltungen abgesichert oder er war fleißiger Handwerker. Somit trug er maßgeblich dazu bei, dass die 90er eine der schönsten Bahnanlagen besitzen. Aber nicht nur seine Erfahrungen mit der Bahnanlage war gefragt, sondern zahlreichen Keglern zeigte er, wie die Kugeln rollen müssen. Peter Wolski: „Die Kegelhalle war seine zweite Heimat.“ Zudem gab er über zwei Jahrzehnte seine Erfahrungen in der Vorstandsarbeit weiter. Auf Grund seiner außergewöhnlichen Aktivitäten wurde Dieter Wilde im Jahre 2004 zum Ehrenmitglied ernannt. Zahlreiche weitere Auszeichnungen auf Kreis- und Landesebene bestätigten seine ehrenamtliche Vereinstätigkeit. Im Einzel und mit seinen Mannschaften sammelte er unzählig viele Titel, bis er vor knapp zwei Jahrzehnten aus gesundheitlichen Gründen die Kegelkugel aus der Hand legen musste.

Beisetzung am 18. November

Dieter Wilde hinterlässt seine Frau, eine Tochter und einen Sohn. Die Beisetzung ist auf den 18. November angelegt worden.