Die Landesliga-Fußballer des FC Stahl Brandenburg starteten am vergangenen Wochenende mit einem Trainingslager vor Ort in die Vorbereitung auf die kommende Spielzeit 2021/22. Da Chef-Trainer Mike Aumann ein Freund des Trainings mit dem Ball ist, gab es am Samstag und am Sonntag schon die ersten beiden Testspiele.

Endlich wieder Fußballspielen

Am Sonnabend gastierte um 15 Uhr der SV Empor Schenkenberg im Stadion am Quenz. Da hatten die Stahl-Kicker schon die ersten drei Trainingseinheiten in den Beinen. Um 6 Uhr, 8 Uhr und 12 Uhr ließ das Trainertrio ihre vorgesehenen Übungseinheiten absolvieren, ehe sich die Quenz-Fußballer nach der langen Corona-Pause mal wieder mit einem Gegner messen durften. Vor einem Jahr endete der Test noch 2:2, diesmal stand ein 3:1-Erfolg über den Kreisoberligisten zu Buche.

Grundlagen erhalten

Die Gastgeber kontrollierten über weite Strecken das Spiel. Erstaunlich war die Laufbereitschaft, trotz der tropischen Temperaturen. Obwohl längst nicht jeder Ball den Adressaten fand, sahen die zahlreichen Zuschauer, dass die Mannschaft nicht das erste Mal zusammenspielte, die Laufwege waren bekannt. „Natürlich haben wir uns über den Saisonabbruch im Oktober geärgert, wir standen ja sehr gut da. Doch immerhin fangen wir jetzt nicht im Ur-Schleim an. Die Mannschaft weiß, was wir (die Trainer) von ihnen wollen und das konnte man erkennen“, so Trainer Aumann.

Stürmer bediente Stürmer

So entstand auch die Führung nach einer Viertelstunde. Da war Mittelstürmer Lukas Hehne auf die rechte Außenbahn ausgewichen, seine Flanke drückte Neuzugang Henri Gomez über die Linie. Von den Gästen ging in der ersten Hälfte kaum Torgefahr aus, weil die Brandenburger, dank ihrer Laufleistung, die Empor-Kicker erst gar nicht in ihren Strafraum ließen. Die erste Chance entstand nach einem Fehler des Stahl-Torwarts Moustapha Nouka, doch Rene Görisch konnte den Patzer nicht nutzen. Kurz vor der Pause unterlief auch den Schenkenberger ein Abwehrschnitzer, doch Jonas Günthers Schuss ging am linken Pfosten vorbei.

Wie die Fahnenstangen

Ebenso entschlossen starteten die Platzherren in den zweiten Durchgang. In der 57. Minute setzte Basti Hoyer ein Ausrufezeichen. Der junge Mann, der noch A-Jugend spielen dürfte, aber nur bei den 1. Männer zum Einsatz kommen soll, ließ die Empor-Abwehr wie Fahnenstangen stehen und vollendete gekonnt zum 2:0. Nur 60 Sekunden später vergab Hehne das 3:0, das dann Hoyer zehn Minuten später erzielte. Zum Ende belohnten sich aber auch die Gäste mit dem verdienten Ehrentreffer. In der 80. Minute scheiterte Rene Görisch noch am jungen Schlussmann Tim Möller, doch kurz darauf war er machtlos, als Nico Schilling zum 3:1-Endstand vollendete. Für ein erstes Spiel nach sehr langer Unterbrechung boten beide Teams entsprechende Leistungen.

Spielfluss zum Ende gestört

Tags darauf gastierte Eintracht Friesack im Quenzstadion. Im ersten Durchgang sah Trainer Aumann noch ein engagiertes Auftreten seiner Elf, die in der 10. Minute, durch einen verwandelten Strafstoß Nico Baumanns, in Führung ging. Kurz vor der Halbzeit erhöhte der Torschütze auf 2:0. In der zweiten Hälfte ging die Ordnung zusehends verloren, auch weil viele Spieler kräftemäßig am Ende waren und sich auswechseln ließen. Ein Spielfluss kam nicht mehr zustande, doch es reichte um den Kontrahenten bis zum Schlusspfiff sicher zu beherrschen.

Positives Trainerfazit

Diese Partie war die eindeutig schlechtere, aber insgesamt war Trainer Mike Aumann mit dem Trainingslager sehr zufrieden: „Von 29 Akteuren waren 28 vor Ort, obwohl alle wussten, was bei der Hitze auf sie zukommt. Mit den Leistungen bin ich sehr zufrieden, jeder durfte spielen. Nun machen wir eine Woche Regenration, dann geht es wieder intensiver weiter, mit Blick auf den Saisonstart.“