Am Sonnabend und Sonntag wird mit dem Frostwiesenlauf in Burg die 11. Walking-Serie gestartet, laut dem Veranstalter deutschlandweit die einzige für Walker. Auch für die Radsportler ist es die 11. Auflage, während sich die Läufer bereits zum 22. Mal unter Schirmherrschaft von Lausitz-Event messen, für die Wanderer ist es in diesem Jahr die Premiere.
Wie im vergangenen Jahr vergleichen sich die Walker bei 25 Veranstaltungen, dieses Mal in den Bundesländern Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Sachsen. Am zahlreichsten sind die Wettbewerbe natürlich in der Region des Veranstalters in der Lausitz angesiedelt. Ostbrandenburg und Randberlin sind im Herbst mit dem 13. Schlaubetalmarathon in Eisenhüttenstadt, dem 33. Storkower Seelauf und auch dem 21. Herbstlauf in Hohen Neuendorf dabei.
Während die Walker in den Anfangsjahren in erster Linie an den absolvierten Kilometern  gemessen wurden und es im Erwachsenenbereich kaum Altersklassen gab, hat inzwischen auch bei ihnen der Leistungsgedanke Einzug gehalten. Mittlerweile sind die Altersklassen für Frauen und Männer in Zehn-Jahresabständen gehalten, so dass in den Genuss  der Auszeichnungen nicht nur Wenige kommen. Ähnlich wie bei den Läufern, wenngleich in wesentlich geringerer Zahl, hat sich auch hier die Anzahl derjenigen, die bei den einzelnen Veranstaltungen um Siege kämpfen, auf Einzelne reduziert. Mitunter sind es ehemalige Leistungsgeher, so war Olympiasieger Christoph Höhne noch bis vor wenigen Jahren dabei, oft jedoch ehemalige Läufer und Fußballer, die größtenteils aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr ihre ursprüngliche Sportart ausüben. Viele jedoch haben auch durch das Walken über den weichen Weg zum Wettkampf-Sport gefunden. Am größten sind die Starterfelder in den Klassen 50 bis 59 Jahre und 60 bis 69 Jahre.
Ganz bewusst setzen dabei die Organisatoren auf Erfolgserlebnisse für fast alle, um möglichst viele Sportler an ihre Serie zu binden. Schließlich werden bei 15 der 25 Veranstaltungen mehrere Strecken angeboten, die in der Auswertung gleichberechtigt behandelt werden. "Wir wollen auch den Langsameren eine Chance geben. Besonders Ältere, beispielsweise in der M 80, sind froh, anstatt zehn Kilometer auch mal nur fünf Kilometer Walken zu dürfen." Außerdem wäre laut Sandra Krüger von Lausitz-Event ein Auswertungsmodus wie beim Niederlausitzcup der Läufer, wo es Haupt- und Nebenwettbewerbe gibt, zu aufwändig. So könnten die Veranstalter vor Ort zu den Strecken falsche Auskünfte geben und Lausitz-Event müsste vielen Einsprüchen nachgehen.
"Die Walking-Serie soll sich für jeden lohnen. Jeder hat eine Chance auf seinen Pokal", erklärt Sandra Krüger, die für diese Serie die Veranstaltungen zusammengestellt hat. So gibt es neben der leistungsbezogenen Wertung auch eine sogenannte Fleißwertung auf Grundlage der Teilnahmezahl. Bei der Siegerehrung für die neunte Auflage waren die Fleißpokale sogar die größten.
Bundesweite Resonanz
Die Resonanz auf diese Serie ist bundesweit. "Es gibt auch im Westen gute Walking-Veranstaltungen, doch oft fehlen dort die Siegerehrungen. Hier wird man als Sportler noch mehr ernst genommen", erklärt Ulla Warnecke vom Verein  Marathon Dinslaken. Höhepunkt dieser Serie ist für sie die Panorama-Tour im Sommer über drei Etappen in der Sächsischen Schweiz, die sie im vergangenen Jahr auch gewonnen hatte. Allerdings hatte sie sich im Vorjahr auf einige Höhepunkte beschränkt, da ihr die weite Anfahrt aus Nordrhein-Westfalen trotz Fahrgemeinschaft doch zu aufwändig sei.
Die Krux waren die im vergangenen Jahr mindestens erforderlichen elf Starts, in diesem Jahr ist sogar ein Resultat mehr nötig. Während ohne die maximal gewerteten Wettbewerbe in den besser besetzten Klassen kein Sieg möglich ist, kann es durchaus in einer Klasse aufgrund der oft mehrfach angebotenen Distanzen zwei Gesamtsieger geben, ohne dass der eine den anderen auch nur einmal besiegt hätte. Das sei vom Veranstalter jedoch laut Krüger durchaus gewollt.
Natürlich möchte Lausitz-Event möglichst viele Veranstalter zu sich ins Boot holen, bereits mit einer Gebühr von 50 Euro ist man dabei. "Die Veranstaltungen eines laufenden Jahres werden nicht automatisch in die Serie des Folgejahres aufgenommen, entscheidend ist die Eventqualität. Jubiläumsveranstaltungen werden bevorzugt", heißt es in der Ausschreibung.
Allerdings spielt es bei Lausitz-Event dabei nur eine untergeordnete Rolle, ob es für Walker überhaupt eine Siegerehrung gibt. Während einige die Walker zunehmend berücksichtigen, tauchen bei anderen die Walker nur in den Ergebnislisten auf. Schließlich kann besonders bei Naturläufen kein Veranstalter überwachen, ob nicht doch ein Walker plötzlich den Bodenkontakt verliert. Ob das Pendel eher in das Vertrauen auf die Walker und doch zur Vermeidung von Protesten ausschlägt, ist jedem Veranstalter überlassen.
Termine, Ausschreibungen, Resultate: www.lausitzer-sportevents.de