Beim 6. Wettbewerb um die 22. Eisenhüttenstädter Stadtmeisterschaft im Laufen hat es auf der Eisenhüttenstädter Insel ganz vorn einige neue Gesichter gegeben. So bestritten in Abwesenheit einiger Asse Torsten Schlauß (M30) und Andreas Hell (M45/Beide OSV Holzinger Sport) über sechs Kilometer weitestgehend gemeinsam das Rennen. Schließlich setzte sich mit Schlauß der Jüngere nach 24:55 Minuten durch. 16 Sekunden mehr benötigte der Ziltendorfer Andreas Hell, Drittschnellster war Frank Witter von der BSG Stahl (M45/26:21).
Auch in der Frauenwertung gab es mit der 15-jährigen Jona Körner eine neue Siegerin. Eigentlich sind für ihre Altersklasse noch die zwei Kilometer vorgesehen. Da die Beeskowerin aber lieber längere Distanzen bestreitet, verzichtet sie auf ihre Siegmöglichkeiten in der U16. 30:34 Minuten benötigte sie und hat damit noch beste Chancen auf einen Pokal für die besten Drei in der Gesamtwertung auf der langen Distanz der Frauen. Zweitschnellste war die Frankfurterin Lisa Blum (W20/32:15) vor den Eisenhüttenstädter „Zwillingen“ Heike Nauck und Anissa Witter (beide BSG Stahl/33:30). „Ich wollte um die 30 Minuten laufen. Das hat geklappt“, war die Siegerin im Wesentlichen mit sich zufrieden. Vor zwei Monaten hatte sie für diese Distanz noch 32:10 Minuten benötigt. Mit dem Stadtmeisterschaftslauf war der Tag für Jona Körner noch keineswegs abgeschlossen. Knapp sieben Stunden später war sie erneut gefordert. Dann stand in Altlandsberg das Pokalfinale der weiblichen C-Jugend im Handball an. Allerdings verlief für die Beeskowerin dieser Auftritt nicht ganz so erfolgreich. Rot-Weiß Friedland unterlag dem Gastgeber mit 7:38. Übrigens bestreitet Jona Körner Wettkämpfe auch im Kegeln und war in der vergangenen Woche beim Oder-Spree-Cup-Lauf über fünf Kilometer in Rauen dabei. Dabei hatte sie sich in der Altersklasse U16 durchgesetzt. Zwangsläufig überschneiden sich beim „Tanz auf vielen Hochzeiten“ einige Termine, doch Körner hofft, bei den Stadtmeisterschaften noch auf die notwendigen fünf Läufe zu kommen und auch beim Oder-Spree-Cup auf die sechs Starts.
Während es über zwei Kilometer mit dem Kanuten Ben Putzert (U18/7:27) vor den beiden Beeskowern William Wollenberg (7:57) und Jannis Bullack (7:58) den erwarteten Einlauf gab, tauchte mit Natalie Storm als schnellstes Mädchen ganz vorn ein völlig neues Gesicht auf. Bereits vor drei Wochen beim Diehloer Hügellauf war die Neunjährige recht weit vorn mitgelaufen. Sie benötigte auf dem asphaltierten Rundkurs 9:05 Minuten. Zweitschnellste war die Kanutin Laura-Marie Manig (U14/9:20) vor Alea Bahro (BSG Stahl/U10/9:34). „Ich staune, dass von uns noch so viele gekommen sind. Schließlich war es mit den langen Läufen bei unserem Sportfest am Abend zuvor schon recht spät geworden“, sagt Holger Franke, Trainer der BSG Stahl. Da war Natalie Storm Vierte über 400 Meter (1:29,0 min), übrigens 3,4 Sekunden hinter ihrer Gemeinschaftsgefährtin Alea Bahro, die sie auf der Insel nun deutlich hinter sich gelassen hatte.