Nach den vorangegangen teilweise Doppelläufen im nordsächsischen Meltewitz, im hessischen Waldkappel, in Rehna im Landkreis Nordwestmecklenburg sowie in Burg bei Magdeburg hat Hamish Macdonald die besten Aussichten, seinen im Vorjahr souverän errungen Titel in der Internationalen Deutschen Enduro Meisterschaft erfolgreich zu verteidigen. Auch in diesem Jahr dominierte der 22-jährige Neuseeländer die klassenübergreifende Championatswertung fast nach Belieben. Nach fünf von sechs möglichen Tagessiegen kann ihm nur noch sein gleichaltriger Trainingspartner und Stallgefährte im Team Sherco Academy Deutschland, Luca Fischeder aus dem sächsischen Geringswalde, den Titel entreißen.
Da der auch in der Enduro-Weltmeisterschaft aktive „Kiwi“ Macdonald in Europa mit einer italienischen Lizenz an den Start geht, wird er nur im Championat, aber nicht in seiner Klasse für die Meisterschaft gewertet. Somit kämpfen in der mittleren Hubraumklasse E2 (Zweitakt-Motorräder bis 250 ccm und Viertakt-Motorräder bis 450 ccm Hubraum) Edward Hübner aus Penig vom Team KTM GST Berlin Racing und der Kronacher Benjamin Meusel um den Klassentitel. Rechnerische Chancen hat hier auch noch der Zschopauer Nick Emmrich.

Enduro-Juniorenmeisterschaft ist Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Wills und Wolff

In der größten Hubraumklasse, der E3, für Zweitakter über 290 ccm und Viertakter über 475 ccm steht Luca Fischeder unmittelbar vorm Titelgewinn. Ein Pünktchen fehlt ihm noch zu seinem zweiten nationalen Titel nach dem Gewinn der Junioren-Meisterschaft 2019, wozu er eigentlich nur ins Ziel kommen muss. Wenn nicht, könnte ihm nur noch Andreas Beier aus Krumhermersdorf den Titel streitig machen, doch müsste er dazu die Klasse in und um Rüdersdorf gewinnen.
Am Ziel seiner Träume angekommen ist derweil schon Yanik Spachmüller aus Schwabach, der bereits beim vorherigen Rennen in Burg den Titel in der kleinsten Hubraumklasse E1 (bis 125 ccm Zweitakt/ bis 250 ccm Viertakt) vorzeitig einfahren konnte.
In der DMSB Enduro-Junioren-Meisterschaft (bis 23 Jahre, Motorräder ohne Hubraumbeschränkung) muss und wird die Entscheidung zwischen Maximilian Wills aus Waldkappel und Oskar Wolff aus Lindena fallen.

Robert Riedel aus Rüdersdorf ist Lokalmatador bei Enduro Meisterschaft

Lokalmatadore sind in den A-Lizenzklassen der Vorjahresmeister Robert Riedel aus Rüdersdorf in der E1 sowie Artur Krienke auch Hennickendorf bei den Junioren.
Gespannt darf man aber auch wieder über das Abschneiden des Berliners Christoph Lessing (KTM GST Berlin Racing) in der Klasse E3B des Deutschen Enduro Pokals sein. Der Clubfahrer des MC Woltersdorf gewann im vorigen Jahr an beiden Fahrtagen seine Klasse und war am zweiten sogar Zweitbester aller B-Lizenzfahrer.
In der Gesamtwertung der zweiten nationalen Enduro-Liga liegt aktuell der Erfurter Garry Dittmann fast uneinholbar auf dem ersten Platz.
Bei den Super-Senioren greift beim Saisonabschwung 2021 Sven Tabbert aus Schöneiche ins Geschehen ein und im DMSB Damen-Enduro-Cup liegt die Meisterin des Vorjahres, Stefanie Sonnenberg aus Panketal vom RB-Motorsports Racing Team/ADMV-Team MC Woltersdorf e. V. im ADMV, aktuell auf dem vierten Tabellenrang.

Deutsche Meisterschaft ist Generalprobe für Enduro-Europameisterschaft 2022

Der siebente und somit letzte DEM-Lauf 2021 ist aber nicht nur das Finale einer wiederum tollen Saison, sondern zugleich so etwas wie die Generalprobe für nächstes Jahr. Dann wird der „44. Novemberpokal“ des MC Woltersdorfdes MC Woltersdorf, wie schon 2015, wieder der Finallauf der Enduro-Europameisterschaft sein. 2018 richtete der rührige Verein am östlichen Stadtrand von Berlin zudem schon das Finale der Enduro-Weltmeisterschaft aus.