Der deutsche Radprofi Maximilian Schachmann hält nichts davon, Sportler mit Blick auf die Olympischen Spiele bei den Corona-Impfungen zu bevorzugen.
„Wenn man sich im Zusammenhang mit Corona allein die Statistik der Toten anguckt, zeigt es eindeutig, dass die jungen Leute die weniger gefährdete Gruppe sind. Deshalb wäre ich dafür, dass man die Risikogruppen zuerst versorgt und dann auch den jüngeren Leuten wieder ein normales Leben anbieten kann“, sagte Schachmann bei einer digitalen Medienrunde seines Teams Bora-hansgrohe.
Zuletzt hatte das dienstälteste IOC-Mitglied Richard Pound eine derartige Idee aufgegriffen. Er glaube nicht, dass die verhältnismäßig sehr wenigen für die Sportler benötigten Impfdosen für einen öffentlichen Aufschrei sorgen würden, hatte der 78 Jahre alte Kanadier dem Nachrichtenkanal Sky News gesagt.
Die Vorgehensweise des UAE-Teams um Tour-de-France-Champion Tadej Pogacar, das die gesamte Mannschaft in Abu Dhabi impfen lassen hat, hält Schachmann für das Bora-Team nicht für realisierbar. „Man hat das Team mit dem Impfstoff des chinesischen Pharmakonzerns geimpft. UAE ist da weit weg. Das wäre bei uns nicht denkbar, zumal der Impfstoff noch nicht einmal zugelassen ist“, sagte Schachmann. Er werde weiter alles daran setzen, „immer gesund zu bleiben“. Er wolle sich keine Grippe einfangen, genauso wolle er auch nicht an Corona erkranken.
Für Schachmann steht in diesem Jahr eine Olympia-Teilnahme „zur Debatte“. So weit seien die Planungen aber noch nicht. Auch ein Start bei der Tour de France ist noch nicht klar. Der deutsche Ex-Meister will im Frühjahr auf jeden Fall seinen Sieg bei Paris-Nizza verteidigen. Auch Starts bei Mailand-Sanremo und den Ardennen-Klassikern sind geplant.
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