Nach reichlich Startrückstand hat das deutsche Skeletonteam mit Silber und Bronze noch zwei Podestplätze bei der Heim-Europameisterschaft verbucht.
Die dreimalige Weltmeisterin Tina Hermann vom WSV Königssee kam in Winterberg hinter der Russin Jelena Nikitina auf Rang zwei. Alexander Gassner fuhr auf seiner Heimbahn im Hochsauerland auf Platz drei. Den Sieg holte sich Alexander Tretjakow, der Russe stoppte damit die lange Siegesserie des zweitplatzierten Letten Martins Dukurs.
„Ich bin riesig enttäuscht über meine Leistung. Am Start war es heute eine Vollkatastrophe. Im zweiten Lauf konnte ich auch nicht viel verbessern, irgendwie fühlen sich meine Beine nicht so gut an“, sagte Hermann. Die Olympia-Zweite und Weltcup-Gesamtsiegerin Jacqueline Lölling von der RSG Hochsauerland kam beim parallel ausgetragenen Weltcup hinter der Österreicherin Janine Flock auf Rang vier. Die Winterbergerin Hannah Neise wurde auf ihrer Heimbahn Fünfte. „Ich bin glücklich, doch im zweiten Lauf hätte ich mich gerne noch etwas mehr verbessert“, sagte Neise.
Auch ihr Vereinskollege Gassner zog ein positives Fazit: „Ich bin sehr happy, am Ende waren es nur bittere vier Hundertstel auf Dukurs, aber Bronze auf der Heimbahn hier ist mir viel wert.“ Junioren-Weltmeister Felix Keisinger vom WSV Königssee kam auf Rang vier. „Ich konnte die Leistungen aus dem Training nicht mit in den Wettkampf nehmen“, sagte Keisinger. Enttäuscht war auch Weltmeister Christopher Grotheer vom BRC Thüringen, der sich mit EM-Rang und Weltcup-Platz acht trösten musste: „Eine Riesenkatastrophe, meine Beine haben sich schon am Start des ersten Laufes angefühlt wie Pudding.“
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