Barcelona (dpa). Der Generationswechsel in der MotoGP ist kaum noch aufzuhalten. Yamaha-Motorradpilot Fabio Quartararo holte sich am Sonntag beim WM-Lauf in Katalonien seinen dritten Saisonsieg und übernahm damit auch die Führung in der Meisterschaft.
Mit 21 Jahren gehört Quartararo zu der neuen Generation in der Königsklasse des Motorradsports, die immer mehr auftrumpft. Nach acht von 14 Rennen befindet sich der Franzose voll auf Kurs zum WM-Titelgewinn.
Die Fahrer der alten Garde erlebten hingegen einen enttäuschenden Renntag. Valentino Rossis Rennen endete im Kiesbett. Der 41 Jahre alte Italiener hatte in Barcelona nach starken Trainingsleistungen gute Chancen auf einen Podiumsplatz. Am Ende ging der Publikumsliebling der MotoGP aber durch einen selbst verschuldeten Sturz leer aus. In der Meisterschaft rutschte Oldie Rossi aus den Top 10 und verlässt Barcelona nur als WM-Elfter.
Auch für Vize-Weltmeister Andrea Dovizioso war es ein gebrauchter Renntag. Der 34 Jahre alte Italiener ging als WM-Führender in das Rennen, schied aber bereits nach zwei Kurven aus. Dadurch verlor Dovizioso in der WM erst einmal den Anschluss und fiel zumindest vorerst auf die vierte Position zurück.
Stefan Bradl zählt mit 30 Jahren ebenfalls bereits zu den Auslaufmodellen, wenn man sich die starken Leistungen der nächsten Generation anschaut. Auch bei seinem fünften Einsatz in der laufenden Saison holte der Honda-Pilot aus dem bayrischen Zahlingen keine Punkte. Im Gegenteil: Bradl beendete den Katalonien-Grand-Prix auf dem 17. und letzten Rang.
Auch Landsmann Marcel Schrötter erlebte in Barcelona ein schwieriges Renn-Wochenende. Als Zehnter konnte der 27 Jahre alte Bayer beim Lauf der Moto2 zwar Punkte sammeln, fuhr dem eigenen Anspruch aber hinterher. Mit dem Geschehen an der Spitze hatte Schrötter nichts zu tun. Der Sieg ging an den Italiener Luca Marini: Der 23-Jährige baute dadurch seine Führung in der Moto2-Wertung aus und wird 2021 vermutlich in die MotoGP aufsteigen.
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