Franziska Preuß ist im Biathlon-Sprint von Hochfilzen als Dritte auf das Podest gelaufen. Die 26-Jährige leistete sich über die 7,5 Kilometer einen Schießfehler und lag lediglich 9,9 Sekunden hinter der fehlerfrei gebliebenen Dsinara Alimbekawa aus Belarus.
Die Staffel-Olympiasiegerin von 2018 feierte ihren ersten Weltcupsieg. Auf Platz zwei kam die Norwegerin Tiril Eckhoff, die am Ende knapp vor Preuß lag. „Ich bin froh und stolz, dass ich es rübergebracht habe, vor allem am Schießstand“, sagte Preuß. „Es ist ein richtig cooles Rennen gewesen.“
Preuß verschaffte sich damit eine gute Ausgangsposition für die Damen-Verfolgung am Sonntag. Als einzige deutsche Skijägerin blieb die Schwarzwälderin Janina Hettich fehlerfrei. Die 24-Jährige kam mit einem Rückstand von 42 Sekunden auf Alimbekawa auf Rang zwölf und sicherte sich die halbe WM-Norm. „Ich habe es geschafft, alle zehn Scheiben in einem Weltcuprennen abzuräumen“, sagte die Schönwalderin erfreut.
Denise Herrmann dagegen kam mit dem Schießstand in Hochfilzen erneut nicht klar und musste wie bei ihrem 41. Platz im Vorjahres-Sprint dreimal in die Strafrunde. Vor zwölf Monaten war die 31-Jährige beim historisch schwachen Abscheiden der deutschen Skijägerinnen beste Deutsche gewesen, diesmal kam die Ex-Weltmeisterin mit einem Rückstand von 1:21,2 Minuten auf Rang 32. „Ich habe mich unter Wert verkauft. Da war einfach der Wurm drin“, sagte Herrmann. 33. wurde Maren Hammerschmidt (1 Fehler/1:24,0 Minuten zurück).
Vanessa Hinz (3) dagegen schaffte als 62. die Qualifikation für das Verfolgungsrennen nicht. „Ich bin ratlos, ich weiß nicht, was los ist“, sagte die 28-jährige Schlierseerin. Die 23 Jahre alte Sophia Schneider aus Oberteisendorf kam nach drei Strafrunden auf Rang 80.
© dpa-infocom, dpa:201211-99-656407/2