Ironman-Weltmeisterin Anne Haug zehrt in der Corona-Krise finanziell auch von ihrem Triumph auf Hawaii vor einem Jahr.
In einem Interview des Online-Portals „t-online.de“ betonte die 37 Jahre alte Profi-Triathletin, dass auch sie auf Preisgelder angewiesen sei. Rennen fanden in diesem Jahr aber fast nicht statt. Neben ihren Sponsoren, „die wirklich auch in den harten Zeiten zu mir stehen“, habe sie aber auch durch den WM-Gewinn „ein bisschen Puffer, sodass ich jetzt schon gut durchkomme.“
Für ihren Erfolg im Oktober 2019 hatte Haug ein Preisgeld von umgerechnet 109.000 Euro bekommen. Die gebürtige Bayreutherin gewann als erste Deutsche das WM-Rennen über 3,86 Kilometer Schwimmen, 180,2 Kilometer Radfahren und 42,2 Kilometer Laufen auf Hawaii. In diesem Jahr musste die Weltmeisterschaft durch die Ausbreitung des Coronavirus abgesagt werden.
Für viele ihrer Kollegen sei es „wirklich hart“, meinte Haug. „Viele unserer Sponsoren sind mittelständige Unternehmen. Da kann man schon verstehen, dass es schwer ist auf der einen Seite seine Mitarbeiter in Kurzarbeit zu schicken und auf der anderen Seite noch Sportsponsoring zu betreiben.“
Haug selbst plant in diesem Jahr noch unter anderem bei einem WM-Rennen über die halbe Ironman-Distanz der „Professional Triathletes Organisation“ in Daytona/USA im Dezember an den Start zu gehen. Es müsse aber unter den entsprechenden gesundheitlich korrekten Bedingungen stattfinden. „Ich lebe von meinem Körper, aber ich lebe von der Gesundheit, von meinem Körper, und ich möchte da auf keinen Fall irgendwas riskieren. Ich brauche meinen Körper noch ein bisschen länger als dieses Jahr“, erklärte Haug.
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