Der japanische Autobauer Toyota hat zum dritten Mal nacheinander den Gesamtsieg beim legendären 24-Stunden-Rennen von Le Mans gefeiert.
Am Sonntag setzte sich das Trio Sébastien Buemi (Schweiz), Brendon Hartley (Neuseeland) und Kazuki Nakajima (Japan) im TS050 Hybrid durch und feierte bei dem Langstreckenklassiker, der wegen der Corona-Pandemie erstmals ohne Zuschauer stattfand, den prestigeträchtigen Sieg. Buemi und Nakajimi waren bereits 2018 und 2019 erfolgreich. Hartley ersetzte den Spanier Fernando Alonso, der sich gerade auf sein Formel-1-Comeback im nächsten Jahr vorbereitet.
Den möglichen Toyota-Doppelerfolg in Frankreich verhinderte überraschend das Schweizer Privatteam Rebellion mit Gustavo Menezes (USA), Norman Nato (Frankreich) und Bruno Senna aus Brasilien, das im Ziel nach 387 Runden (5273,262 km) fünf Runden Rückstand hatte.
Unter den nur drei deutschen Teilnehmern war in Sophia Flörsch aus München auch eine Frau. Die 19-Jährige ging mit Tatjana Calderon (Kolumbien) und Beitske Visser (Niederlande) für das französische Richard Mille Racing Team an den Start. Das Damen-Trio verkaufte sich gut und verfehlte eine mögliche Top-10-Platzierung auf Rang 13 nur knapp. Flörsch war damit beste deutsche Starterin.
Im kommenden Jahr sind in Le Mans erstmals sogenannte Hypercars dabei. Für 2022 hat Peugeot als dritterfolgreicher Hersteller (sechs Gesamtsiege) gerade ein Comeback angekündigt. Das Rennen an der Sarthe gilt als eines der wichtigsten Motorsport-Ereignisse der Welt und war wegen der Coronavirus-Pandemie von Juni auf September verschoben worden. Das erste Rennen wurde bereits 1923 ausgetragen.
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