Im Dezember die Champions League, am Samstag der deutsche Tischtennis-Pokal: Innerhalb von nur drei Wochen haben Rekordmeister Borussia Düsseldorf und sein Topspieler Timo Boll den 72. und 73. Titel der Vereinsgeschichte gewonnen.
Zum Vergleich: Die Fußballer des FC Bayern München brachten es als erfolgreichste Mannschaft des deutschen Sports bislang auf 78 Titel. Allerdings stehen bei ihnen auch Trophäen wie der Weltpokal und der deutsche Supercup in der Vitrine, die im Tischtennis gar nicht ausgespielt werden. Die Düsseldorfer Erfolgsbilanz lautet nach dem 3:1-Finalsieg gegen TTF Ochsenhausen in Neu-Ulm: 27 Pokalsiege, 30 deutsche Meisterschaften und 16 europäische Titel.
„Es ist immer wieder ein schönes Gefühl, oben stehen zu dürfen“, sagte Boll. Mit zwei Siegen gegen den Amerikaner Kanak Jha und den Weltranglisten-Sechsten Hugo Calderano aus Brasilien war der 39 Jahre alte Rekord-Europameister auch in diesem Finale der entscheidende Mann. Boll hatte es schon nach dem Champions-League-Triumph gegen den deutschen Meister 1. FC Saarbrücken betont: Die erfolgreiche Historie der Borussia sei für die Spieler Ansporn und Druck zugleich.
In den beiden vorangegangenen Saisons blieben die Düsseldorfer ohne Titel. „Gegen Ochsenhausen haben wir inzwischen immer das Gefühl, der Jäger zu sein. Umso schöner ist jetzt der Sieg“, sagte Boll. In diesem Jahr ist genau wie 2018 sogar das Triple aus Meisterschaft, Pokal und Champions League drin. Denn auch in der Bundesliga steht die Borussia mit vier Punkten vor Ochsenhausen an der Spitze.
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