Der deutsche Trainer Thomas Tuchel von Paris Saint-Germain hat der Szene mit den unter Rassismus-Verdacht stehenden Äußerungen des Vierten Offiziellen viel Raum vor der Fortsetzung der Partie gegen Basaksehir aus Istanbul eingeräumt.
„Es ist wichtig, darüber zu sprechen, miteinander zu sprechen. Auch zu verstehen, was solche Dinge bedeuten und bei unseren Mitmenschen bedeuten, wie sowas ankommt“, sagte Tuchel bei Sky. „Das war ein klares Statement gestern, auch ein nötiges Statement“, meinte er, nachdem Paris die Partie 5:1 gewonnen hatte. Eine Teamsitzung zur Vorbereitung auf den Gegner habe es nicht gegeben.
Am Dienstag war die Partie abgebrochen worden, nachdem der Vierte Offizielle den Istanbuler Co-Trainer Pierre Webo mit dem in Deutschland als „N-Wort“ umschriebenen Begriff bezeichnet haben soll. Aus Protest hatten beide Mannschaften den Platz verlassen. „Ich bin zu 1000 Prozent gegen jede Form von Rassismus“, betonte Tuchel. Er habe aber tags zuvor nicht gehört, was wer gesagt habe und wolle sich deswegen „das Recht nehmen, nicht zu urteilen, bevor nicht alles abgeschlossen ist“.
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