Die Gäste verfügten über die bessere Spielanlage, was sich aber im ersten Durchgang nicht im Spielstand ausdrückte. Mit der Offensive zeigte sich Co-Trainer Frank Seiler sehr zufrieden, doch in der Deckung stimmte es nicht. Die Vorderleute der beiden Torhüter Jurij Benkendorf und Danny Alpers waren nicht immer auf Ballhöhe, so dass die Berliner auf Tuchfühlung blieben. Zur Pause lag das West-Team knapp mit 16:15 vorn.
Mit Beginn des zweiten Durchgangs nahmen die Gastgeber Sebastian Ackermann in Manndeckung, ohne dass dies große Auswirkung auf das Spiel der Gäste hatte. Im Gegenteil. Nun begann die stärkste Phase der West-Handballer die sich bis zur 46. Minute auf 23:18 absetzten. Großen Verdienst daran hatte der Rechtsaußen Christoph Witt, der auf insgesamt zehn Treffer kam und diesmal zur Freude seiner Trainer auch in der Defensive gut agierte.
Doch damit hatten die 63ger ihr Pulver scheinbar verschossen. In der Offensive gelang anschließend so gut wie nichts mehr. Neben Fehlversuchen, leichtfertigen Ballverlusten gesellte sich auch noch Wurfpech hinzu, so brachten am Kreis Michael Haberman und Tim Wollerweber ihre freien Würfe nicht im Rudower Kasten unter.
Tor um Tor holten die Gastgeber auf, gingen eine Minute vor dem Ende mit 27:26 in Führung. Die letzte Chance zum Ausgleichstreffer ging in einer wirren Schlussphase unter.
Am kommenden Sonnabend (7. Mai) ist um 18 Uhr zum Saisonfinale das Schlusslicht BFC Preussen zu Gast in der West-Halle. Da sollte der Kader komplett sein. Fehlen wird auf jeden Fall Stammtorhüter Andy Witowski der sich beim Abschlusstraining einen Mittelhandbruch zuzog.
West: Benkendorf, Alpers, Witt 10, Habermann 2/1), Kaeselau 2, P. Kryszon 4, Teichert 1, T. Kryszon 2, Wollweber 1, Ackermann 4/1.