... die Rotation im Team gegen Slowenien.
Andrea Giani: Die zweite Sechs hat es sehr, sehr gut gemacht. Es war wichtig für die Spieler, mal eine ganze Partie zu spielen. Moritz Reichert hat eine tolle Partie gezeigt. Bei Aufschlägen können wir ihn immer bringen. Simon Hirsch, der gegen Slowenien die meisten Punkte holte, kann auch in den beiden nächsten Spielen wichtig werden, wenn Georg Grozer ausfällt.
.. die Wade von Georg Grozer.
Giani: Er ist sehr wichtig. Aber wir müssen uns darauf vorbereiten, dass nach dem Einschlagen die Wade zumacht. Aber dann ist Simon ja da.
Lukas Kampa: Aber wir haben über die vergangenen Spiele auch einen Stil entwickelt, ich denke da auch an Christian Fromm, der über die Position 4 viele Situationen löst. Auch Ruben Schott hat gezeigt, dass es über verschiedene Positionen gehen kann. Und für Georg bedeutet die Pause noch mehr Motivation. Er kann die Batterien noch mehr aufladen.
... die möglichen Gegner im Halbfinale, EM-Halbfinalist Frankreich und Wundertüte Bulgarien, die am Mittwoch noch spielen mussten.
Christian Fromm: Bulgarien haben wir nicht so verfolgt. Aber sie haben erfahrene Akteure und einen super Diagonalspieler. Frankreich ist spielerisch stark. Aber sie sind nicht der Favorit. Sie haben gute und schlechte Tage. Ich sehe gute Chancen.
Kampa: Für uns spricht, dass wir mit unseren Mitteln gegen jedes System eine Lösung haben. Gegen die blockstarken Bulgaren müssen wir clever im Angriff agieren und können mit unseren Aufschlägen viel Schaden anrichten. Und gegen die Franzosen müssen wir geduldig sein, wenn die Bälle vier-, fünfmal zurückkommen.
... Wunschgegner fürs Halbfinale.
Giani: Ich habe keine Mannschaft gesehen, die ich vermeiden möchte. Wir müssen unser Niveau halten und vielleicht etwas steigern.
... den ersten freien Nachmittag nach drei Spielen in drei Tagen.
Kampa: Es gibt keine Regeln. Wir verbringen den Tag individuell, müssen nicht einmal abends zum Essen im Hotel sein. Wir sollen selbstverantwortlich das machen, wo man denkt, dass man die bestmögliche Leistung im Training und Spiel abrufen kann.
... Gedanken ans Scheitern.
Kampa: Es spielt eine Rolle. Aber ich habe zu scheitern nicht im Kopf. Ich kenne keinen Sportler, der nur daran denkt zu gewinnen. Aber es ist ja auch einen Antrieb zu sagen: Es soll nicht passieren. Am Ende gewinnt die Mannschaft, die das am besten ausblenden kann.
... Klischee-Italiener.
Kampa: Unser Trainer ist kein Klischee-Italiener, der zu festen Zeiten seinen Capucchino trinkt. Er ist neugierig, isst sogar in Kienbaum Nudeln mit Erbsen, was jeder Italiener ablehnt.
... die etwas enttäuschende Zuschauerzahl von rund 2500 Fans gegen Slowenien.
Kampa: Ich war froh, dass so spät noch so viele Zuschauer in der Halle waren, bei einer Partie, bei der es um nichts mehr ging. Für das Halbfinale hoffe ich, dass die Oberränge voll sind und die Fans wie eine Wand hinter uns stehen.