In ihrem ersten Spiel trafen die Bad Belziger auf den SV 63 Brandenburg West, der mit seiner zweiten Garnitur angereist war. Die Brandenburger hatten im ersten Spiel gegen den Oranienburger  HC II  mit 18:34 richtig "Prügel bezogen". Und gegen die Gastgeber lief es zunächst auch nicht rund.
Die Truppe von Trainer Denis Wandersee fand schnell den Rhythmus, sie baute ihren Vorsprung durch Kontertore und Treffer aus dem Positionsangriff bis zur 7. Minute auf 7:3 aus. Dass ließ sie zu selbstsicher werden, dachten angesichts des angeschlagenen Gegners, diese Partie wird nun ein Selbstläufer. Binnen vier Minuten hatten die Hausherren die gute Ausgangslage verspielt, lagen mit 7:8 hinten. Den Abwärtstrend konnten sie nur notdürftig stoppen, doch beim Gang in die Kabine bestand beim 12:15 noch ein wenig Hoffnung auf die zweiten 20 Minuten.
Die MBSV-Männer fanden auch gut ins Spiel hinein, Jannes Wernicke erzielte in der 30. Minute den 18:19-Anschlusstreffer. Bis sieben Minuten vor dem Ende gestalteten sie die Partie offen (19:20), doch dann wollten sie wieder zu viel auf einmal, anstatt geduldig die Angriffe auszuspielen. Die Brandenburger kamen zu einfachen Kontern und setzten sich mit 25:20 durch.
Gegen die Oranienburger, die mit "voller Kapelle antraten", konnten die Gastgeber nur in den ersten vier Minuten das Ergebnis offen gestalten (2:2). Selbst Schlussmann Erik Wetzel trug sich in die Torschützenliste ein, da die Oranienburger bei ihren Angriffen immer den Torhüter heraus nahmen, konnte er in den verwaisten Kasten zum 2:1 treffen. Dann brach es über die Gastgeber herein, die Gäste nutzten gnadenlos ihre Möglichkeiten. Bis zur Halbzeit bauten sie ihren Vorsprung auf 15:5 aus.
Keine Vorwürfe in der Kabine, Trainer Wandersee wollte nur, dass sein Team im zweiten Durchgang ihre Torausbeute steigert. Und dies gelang. Sie kassierten durch den verstärkten Angriff der OHC-Reserve natürlich viele Gegentore, hatten dadurch aber auch die Chance ein paar leichte Treffer zu erzielen. Über den 13:29-Endstand wird sich beim MBSV in ein paar Tagen kaum noch einer erinnern, doch einen Wermutstropfen gab es zu beklagen.
Die Bad Belziger sind mit der Prämisse in die Spiele gegangen sich nicht zu verletzen. Doch ausgerechnet Jonas Galle erwischte es nun erneut mit einer Fingerverletzung. Wie schwer es ist (ob Absplitterungen vorhanden sind) wird sich erst in den nächste Tagen zeigen. Sein kleiner Finger ist auf jeden Fall geschient.