Erneut fehlten etliche Spieler aus verschiedenen Gründen. Mit acht Spielern und zwei Torhütern wollte Trainer Peter Reckzeh trotzdem alles daran setzen, auswärts zu punkten und forderte die entsprechende Einstellung von allen Spielern. Allerdings war ihm auch klar, dass man gegen die voll besetzten Gastgeber nur Außenseiter war.
Die Grünheider stellten den Gästen eine sehr offensive Deckung entgegen. Damit hatten die Westhavelländer in der Anfangsphase Probleme. Doch selbst standen sie sehr gut in der Deckung, sodass sich ein torarmes Spiel entwickelte. Nach 16 Minuten stand es nur 3:3.
Immer wieder war es Torhüter Fabian Wilke, der seinen Vorderleuten ein sicherer Rückhalt war. Mehrere Siebenmeter und klare Torchancen vereitelte er im Lauf des Spiels. Reckzeh nahm in der 22. Minute, beim Stand von 7:8, seine Auszeit. Er forderte noch beweglicher im Angriff zu agieren, um die Deckung der Gastgeber zu knacken. Das sollte funktionieren. Bis zur Halbzeit gelang es den Gästen, sich durch einfache Aktionen auf 14:10 abzusetzen.
Die Gastgeber reagierten zu Beginn der zweiten Hälfte, stellten ihre Deckung nun deutlich defensiver auf, aber die Westhavelländer konnten ihren Vier-Tore-Vorsprung zunächst verwalten (15:19/42.). In der Abwehr agierten sie in dieser Phase zum Teil zu hart, was zu Zwei-Minuten-Strafen führte. Drei Strafen in Folge gegen Erik Dohrn brachten ihm in der 52. Minute die rote Karte.
Was das für eine Schwächung der SG-Deckung bedeutete wurde in den letzten Minuten deutlich. Auch die Kraft ließ bei allen Spielern merklich nach. Die Grünheider nutzen dies und verringerten den Rückstand Tor um Tor. In der letzten Minute glichen die Hausherren aus. Die SG hatte den letzten Angriff, konnte diesen aber nicht nutzen, sodass dieses Spiel mit 22:22 endete.
Trainer Reckzeh zeigte sich nach dem Abpfiff zufrieden mit dem Punkt, angesichts der Ausgangssituation. Sicherlich war mehr drin, doch wenn das Spiel nur wenig länger gegangen wäre, hätte man wahrscheinlich noch verloren. Für den SG-Trainer ist es so eher ein Punktgewinn als ein Punktverlust, zumal die Mannschaften hinter der SG Westhavelland fast alle verloren haben. Überragend schätzte er die Leistung von Fabian Wilke im Tor der SG ein, der einen großen Anteil an diesem Punktgewinn hatte.
Am Sonnabend (21. Februar, 16 Uhr) muss nun aber in Rathenow ein Sieg her. Zu hoffen bleibt, dass gegen Eberswalde mit einer breiteren Personaldecke angetreten werden kann.
SG: Wilke, Nicpon, Eckert (1), Puhl (4), Dohrn (5), Melzer (4), Peters (1), Zarbock (3), Witt, Köpke (4).