Der Berliner gewann zum dritten Mal in Folge den Duathlon, lief ohnehin sein ganz eigenes Rennen. Die Konkurrenz zollte ihm jede Menge Respekt. Allgemeiner Tenor: "Wer von Beginn an alleine so vorne wegzieht, dabei die Motivation stets so hoch hält - Hut ab!"
Pünktlich um 11 Uhr gab Rheinsbergs Bürgermeister Jan-Pieter Rau (CDU) den Startschuss für die 169 Aktiven, davon genau 100 Duathleten. Bei herrlichem Frühlingswetter, "das ist wie gemalt", strahlte Braminseelauf-Organisator Jürgen Siehl, ging es auf die anspruchsvolle Strecke um das örtliche Gewässer. Und wirklich jeder Läufer bestätigte im Nachhinein das knackige Profil. Die Rheinsbergerin Viktoria Zickert (LC Dosse Wittstock) stürzte sogar. Doch die zweifache Europameisterin (W70) - ja, auch diese Ausnahmeathleten zieht dieser Lauf an - hatte dennoch ein Lächeln auf dem Gesicht: "Ich war ja zum ersten Mal hier dabei. Ich fand es wunderbar. Es ist eine tolle Strecke, gut ausgeschildert, mit einem weichen Untergrund. Es wird auf der Strecke nicht gedrängelt." Daher sei der Sturz halb so wild und war nach dem Zieleinlauf (32:52 Minuten) über fünf Kilometer schnell vergessen.
Über die kurze Distanz hing sich besonders Norman Seeger (Blau-Weiß Rheinsberg) rein. Der Lokalmatador lief nach 21:03 Minuten als Erster ein und resümierte: "Ich habe ja lange nichts gemacht. Zum Glück hat mich ein Duathlet mitgezogen, immer wieder angefeuert. Eine feine Geste."
Als Seeger ins Ziel fand, war Michael Kopf (siehe Interview unten) längst schon wieder weg beziehungsweise auf der Radstrecke. Der Berliner legte eine famose erste Laufzeit (18:14) hin. Auch fortan sah die gesamte Konkurrenz nur noch seine Hacken, wenn sie denn überhaupt nah genug an ihn heran kam.
Schnellste Duathletin war Carolin Mattern (MSV Tripoint Frankfurt/Oder) mit einer Zeit von 1:37:00 Stunden. Bodo Schröter vom Ruppiner Triathlon Verein war mit 1:34:33 Stunden schnellster Ruppiner (alle Ergebnisse siehe linke Spalte).
Und als die Duathleten auf dem Asphalt in die Pedale traten, liefen nach und nach die Läufer ein, wie auch Organisator Jürgen Siehl. Sein Fazit: "Es passt alles zusammen bei diesem Jubiläum. Allen, auch mir, macht es einen riesigen Spaß." Die Beteiligung könne sich allemal sehen lassen.
Und der Ruppiner Frank Michalk brachte es nochmal auf den Punkt: "Dieser Lauf ist ein Lauf für die Region. Es ist toll, dass er so wiederbelebt wurde." Auch er fand die Strecke mit dem weichen Boden, vielen Anstiegen "sehr anspruchsvoll. Ein toller Crosslauf."
Die Liste der glücklichen Sportler ließe sich an dieser Stelle endlos weiterführen, da diese gemeinsame Veranstaltung von allen Beteiligten gelebt wurde, ob dies die Zeitnehmer, Streckenposten, die Leute an den Versorgungsständen und natürlich auch die Zuschauer im Zielbereich sind. Das Drumherum samt Moderation und Musik, eine Kooperation von Kreissportbund (KSB) Ostprignitz-Ruppin und den Jugendarbeitern von der Initiative Jugendarbeit Neuruppin (IJN), stimmte. Bernd Gummelt vom KSB: "Es war wie immer eine schöne Veranstaltung."
Der KSB war an diesem Tage zugleich Ausrichter der Brandenburgischen Landesmeisterschaften. Kurzfristig sei die Anfrage vom Brandenburgischen Triathlonverband im Vorfeld eingetroffen.