An dem vergangenen Wochenende, der mittlerweile sechsten Runde der Bundesligasaison 2021, konnten die Brandenburger Segelflieger mit vielen schönen Flügen den Runden-Platz 3 erfliegen und kletterten deutschlandweit auf den 12. Platz vor.

Luftraumveränderung

Das zweigeteilte Wetter mit viel Regen und Gewitter im Westen Deutschlands sowie gute fliegbare Bedingungen ab der Wettergrenze „Elbe“ nach Osten, nutzten die Piloten aus Brandenburg für Flüge in Richtung Polen. Günstig wirkt sich erstmalig in dieser Saison die Schließung der Flughafens Tegel aus. Der ehemals gesperrte Luftraum über Tegel wurde durch die Eröffnung des BER weiter nach Süden verlegt. Das Gebiet nördlich der Berliner Stadtgrenze ist jetzt frei für den Segelflug.

Aufwinde über Wälder

Als gute Aufwindspender zeigen sich die dortigen Waldgebiete: beginnend in Spandau, über Hennigsdorf, Oranienburg bis nach Eberswalde. Für die Bundesligaflüge am Samstag, den 5. Juni wurde daher das Gebiet östlich des Schiffshebewerks Niederfinow als erste Wende ausgesucht. Von dort ging es in Richtung Westen, bis an die „Wettergrenze“ bei Gorleben an der Elbe und zurück. Das gute Ergebnis beförderte den Fliegerklub Brandenburg (FKB) jetzt in das obere Drittel der Bundesliga-Wertung. Die Wochenenden zuvor hatten den süddeutschen Vereinen sehr gutes Segelflug-Wetter beschert, während die Bedingungen in Brandenburg nur mäßige Flüge erlaubten.

Berliner FKB-Piloten in der Wertung

Die Regeln des deutschlandweit eingeführten Wertungssystem (DMSt-Bundesliga) wurden dieses Jahr neu definiert. Neben der Geschwindigkeit über zwei Stunden wird auch die zurückgelegte Strecke berücksichtigt. In die Wertung für den FKB schafften es die Piloten Herbert Horbrügger (Spandau), Lothar Dittmer (Berlin), Ines und Rolf Engelhardt (Berlin).

Rumpf schaffte A-Prüfung

Neben dem sportlichen Erfolg verbuchte auch die vereinseigene Segelflug-Ausbildung ein schönes Ergebnis: Der 14-jährige Thorge Rumpf aus Falkensee absolvierte seinen ersten Alleinflug und die sogenannte A-Prüfung. Es ist für jeden Piloten ein unvergleichliches Erlebnis, zum ersten Mal ein Segelflugzeug durch die Luft zu steuern. Dies ist für den FKB besonders erfreulich, da die Flugschulung corona-bedingt bisher zeitlich eingeschränkt war und erst jetzt durch die Lockerungen erfreulicherweise wieder zur Normalität zurückfindet.