Am vergangenen Sonntag starteten die Tennis-Herren 30 des TC BSC Süd 05 durch Corona verspätet in die neue Saison. Durch den erfolgreichen Aufstieg im letzten Jahr sind die Gegner in der Verbandoberliga, der zweithöchsten Spielklasse von Berlin und Brandenburg, ungleich stärker einzuschätzen.

Drei Neuzugänge

Die letztjährige Nr. 1, Mathias Schirow, hatte zwar die Mannschaft verlassen, doch es konnten mit Michal Zamiatala als neue Nr. 1, Nikola Nikolov und Tomasz Sandeck gleich drei Neuzugänge verzeichnet werden. Allerdings muss Michail Abramow verletzungsbedingt noch auf unbestimmte Zeit pausieren. Insofern war es ungewiss, wie die Spielstärke der Mannschaft in der neuen Liga einzuschätzen war.

Kaum Training

Der Gast, TC Friedrichshain, sollte ein erster Prüfstein sein, wobei man sich bei vorsichtigem Optimismus trotzdem relativ geringe Chancen ausrechnete. Der Trainingsrückstand, bedingt durch Corona, war natürlich bei der Heimmannschaft wie auch beim Gegner vorhanden, trotzdem entwickelten sich spannende und hochklassige Matches, die das Herz jedes Tennisfreundes höher schlagen ließen.

Bradke sorgte für Hoffnung

In der ersten Einzelrunde ließ Sebastian Bradke beim Gegner mit seinem druckvollen Spiel absolut keine Hoffnung aufkeimen und gewann souverän mit 6:2 und 6:2. Einen ausgesprochen guten Gegner erwischte Ralf Stoffers, so dass sich ein hart umkämpftes Spiel entwickelte, in dem der Championstiebreak die Entscheidung bringen musste. Leider unterliefen Stoffers hier ein paar Fehler zu viel, so dass er mit 1:2-Sätzen unterlag. Keine Chance hatte dagegen Thomas Wolter, der die Überlegenheit seines Gegners anerkennen musste.

2:4 nach den Einzeln

Die zweite Einzelrunde begann verheißungsvoll. Rauno Tertel hatte seinen Gegner immer unter Kontrolle und gewann sicher mit 6:0 und 6:4. Nikola Nikolov dagegen fand keine Mittel gegen die sichere Spielweise seines Gegenübers und verlor mit 1:6 und 1:6. Wieder einmal hing der Ausgang der Einzel von Tomasz Gruchala ab, der allerdings etwas geschwächt in das Spiel ging, das er dennoch ausgeglichen gestaltete. Im Championstiebreak fehlte dann bei den hohen Temperaturen die Kraft und so stand es nach den Einzeln 2:4, mit wenig Hoffnung auf ein erfolgreiches Ende.

Doppel sorgten für Spannung

Trotzdem wurde es noch einmal sehr spannend, denn sowohl die Doppel Bradke/Nikolov (im Championstiebraek) wie auch Gruchala/Tertel gewannen die jeweiligen Doppel. Alle drückten nun dem 3. Doppel Ralf Stoffers/Stefan Kohls die Daumen. Bis zum letzten Ballwechsel war es absolut spannend. Stoffers und Kohls führten im Championstiebreak schon mit 8:6. Dann begann jedoch die Hand zu „zittern“ und die Gegner machten 4 Punkte hintereinander und entschieden damit diesen elektrisierenden Nachmittag für sich. Als Fazit bleibt die Erkenntnis, dass die Brandenburger in der Verbandsoberliga durchaus mithalten und in Bestbesetzung mit hoher Wahrscheinlichkeit Spiele gewinnen können.