Für beide Reihen war es das erste Spiel des Jahres. Da bei den Brandenburgern etliche Stammkräfte fehlten, musste René Görisch, nicht wie gewohnt in der Angriffsspitze, sondern diesmal vor der Abwehr agieren, um der Mannschaft zu mehr Sicherheit zu verhelfen. Gerade im ersten Durchgang ging der Plan durchaus auf. Die Berliner hatten sicherlich mehr Spielanteile und die eine oder andere Gelegenheit, ohne aber die BSC-Defensive schwindelig zu spielen. Die Zuschauer sahen vor der Pause auch noch zwei gute Angriffssituationen der Gastgeber, wobei die Chance in der 20. Minute durch Serafettin Kocer, als sein Schuss knapp am linken Pfosten vorbeiging, die bessere war. Der Versuch Evgeni Patamans wurde abgeblockt. Nach dem Seitenwechsel wechselten die Berliner ordentlich durch und nun zeigten sich ihre besseren spielerischen Fähigkeiten. Auch unter Bedrängnis behielten sie den Ball in ihren Reihen, das Führungstor zeichnete sich ab. Das fiel nach einer Stunde, wobei Robertino Kljajic, der an diesem Tag des BSC-Tor hütete, keine Abwehrmöglichkeit besaß.
Dafür konnte der Schwede sich im weiteren Verlauf mehrfach auszeichnen. Ihm und seinen Vorderleuten ist es zu verdanken, dass der Favorit sich mit dem einen Treffer begnügen musste, wobei zwei Möglichkeiten recht leichtfertig vergeben wurden. Auf der Gegenseite kam Daniel Hänsch mit einem Fernschuss nah ans Ziel heran. Doch die beste Gelegenheit hatte dann doch der aufgerückte Görisch, dessen Kopfball aber um einen Meter am Tor vorbeiging. Gegen einen ambitionierten Gegner zeigte die BSC-Elf ein gutes Spiel. Auffällig waren zwei Testspieler, die eventuell verpflichtet werden sollen. Einmal war es der Torhüter Kljajic, der bis zum vergangenen November in der 3. schwedischen Liga spielte. Zum anderen Bazyli Kokot der in der Defensive viel Übersicht bewies.
An diesem Mittwoch (16. Januar) geht die Testspielreihe für den BSC weiter. Die Elf von Trainer Özkan Gümüs tritt beim nächsten Regionalligisten an, dem FSV Optik Rathenow an. Der Anpfiff ertönt um 19.30 Uhr. (ter)