Nach drei 2:3-Niederlagen in Folge gelang dem FSV Optik Rathenow gegen die Bundesligajunioren des 1. FC Union Berlin wieder ein Testspielsieg. Während der Partie kam es zu vielen Aktionen in Offensive und Hintermannschaft, nach dem Schlusspfiff gab es traurige und erfreuliche Nachrichten.

Auf Will ist Verlass

In der ersten Hälfte fuhren die Hauptstädter immer wieder gefährliche Angriffe, ließen vor dem Gehäuse jedoch die Effizienz vermissen. Rathenows Torhüter Lucas Hiemann parierte stark gegen Philipp Kühn und Ünal-Emre Durmushan. Milos Cvjetinovic sowie Jan Riecke verfehlten knapp, so das die Rathenower ohne Gegentor in die Pause gingen. Und vorn hat Optik ja einen Lucas Will, der momentan einfach in jedem Spiel erfolgreich ist. Nach guter Balleroberung von Kevin Adewumi steckte Jerome Leroy im richtigen Moment durch und Will überwand Nikolai Kemlein zum 1:0 (28.). Beinahe wäre sogar ein weiterer FSV-Treffer gefallen. Unmittelbar vor dem Pausenpfiff von Tino Stein, der die Karten in dem fairen Match nicht benötigte, kam Glodi Zingu im Anschluss an einen Eckstoss frei zum Kopfball, traf dabei aber das Bein von Emil Gustavus, von wo aus das Leder ins Aus trudelte.

Naiv beim Ausgleich

Die zweite Hälfte war manchmal recht wild, Zuschauer hätten ihre helle Freude gehabt. Die beiden Trainer gingen eher durch ein Wechselbad der Gefühle. Etwas naiv stellte sich die Optik-Elf beim Ausgleich an. Nach Philipp Kühns Körpereinsatz gegen Gojko Karupovic forderte man lauthals Stürmerfoul, ließ den Union-Angreifer dabei unbehelligt durchlaufen. Direnc Güven verhinderte mit einer Glanzparade zunächst den Treffer, war beim Nachschuss von Etienne Nikol (50.) aber machtlos.

Gorbunow traumhaft

Der Ausgleichsschütze donnerte den Ball 30 Sekunden später an den Pfosten, im Gegenzug gelang Jonny Muiomo nach Kopfballvorlage von Michael Gorbunow ein traumhafter Volleytreffer (52.). „Falsch" war danach nur, das es beim 2:1 blieb, so viele Torabschlüsse gab es noch. Mindestens vier prima Aktionen zeigte Optik-Schlussmann Direnc Güven. Auf der Gegenseite stand ihm Yannic Stein in nichts nach, verhinderte gegen Lucas Will und Glodi Zingu weitere Treffer. So hatte sich der Köpenicker Keeper das Glück beim Pfostenschuss von Gojko Karupovic redlich verdient.

Kahlischs Fazit

Optik-Trainer Ingo Kahlisch meinte: „Gegen einen guten, ordentlichen Gegner war das ein interessantes Spiel mit Höhen und Tiefen. Manko war wieder die Chancenverwertung. Sehr gut war für mich heute Benny Wilcke. Kapitän Jerome Leroy hat erstmals seit seiner Verletzung im letzten Sommer neunzig Minuten durchgespielt. Na ja, und Lucas Will macht wieder sein Tor. Man hat gesehen, die Jungs brauchen die Spiele. Wir wollen natürlich noch weitere Testpartien absolvieren, es mit unseren jungen Leuten probieren."

Drei weitere Abgänge

Nicht alle der jungen Leute werden da allerdings mitwirken. Drei weitere Akteure, denen wir danken und für die Zukunft alles Gute wünschen, werden in der kommenden Spielzeit nicht mehr für den FSV auflaufen. Da wäre zunächst Danilo Martschinkowski, der in nächster Zeit eine Lehre beginnt. Leistungsorientiert zu trainieren und zu spielen bekommt auch Gojko Karupovic zeitlich nicht mehr auf die Reihe. Und schließlich wird auch Dogukan Sen den Verein verlassen. „Mit Danilo habe ich einige Gespräche geführt und wollte ihn auch unbedingt zum Bleiben bewegen, er möchte aber mit seinen Kumpels in Schollene Fußball spielen. Das müssen wir akzeptieren, auch wenn es schade ist“, so Ingo Kahlisch

Quartett unterschreibt

Aber auch erfreuliches hatte Ingo Kahlisch hinsichtlich der Kaderplanung zu berichten. Nach den vier bereits bekanntgegeben Routiniers liegt nun die Zusage des nächsten Quartetts vor. Die Rückennummern 4, 18, 21 und 22 bleiben auf den Trikots von Robin Techie-Menson, Kevin Adewumi, Ali Gündogdu und Jannik Bachmann.
FSV Optik: Hiemann (46. Güven) - Polichronakis, Wilcke, Bachmann (46. Drame), Zingu - Leroy, Gustavus (46. Gorbunow) - Adewumi (46. Karupovic), Gündogdu (46. Köhler), Muiomo - Will.