Fußball-Bundesligist Union Berlin hat für den Kampf um die Europapokalplätze einen Rekordtransfer getätigt: Die Eisernen verpflichteten am Sonntag den kroatischen WM-Stammspieler Josip Juranovic vom schottischen Meister Celtic Glasgow als Außenverteidiger. Die Ablösesumme soll nach Medienberichten acht Millionen Euro plus Boni betragen – die höchste in der Klubgeschichte.
„Josip wird mit seinem Tempo, seiner Erfahrung und seinen Fähigkeiten gut zu uns passen. Wir sind überzeugt, mit ihm einen Spieler zu verpflichten, der uns schnell weiterhelfen kann und freuen uns auf ihn“, sagte Sportchef Oliver Ruhnert. Erst am Dienstag hatte Union den norwegischen Außenverteidiger Julian Ryerson für fünf Millionen Euro an den Ligakonkurrenten Borussia Dortmund verloren.

Union Berlin startet mit einem Sieg in Jahr 2023

Die Laune bei Union Berlin war nach dem Auftakt des neuen Bundesliga-Jahres nicht nur wegen des Transfers prächtig. „Es ist noch ein langer Weg, aber es tut natürlich gut, so zu starten“, sagte der unverhoffte Matchwinner Danilho Doekhi nach dem 3:1 (0:1) gegen die TSG Hoffenheim im schmuddeligen Schneeregen von Köpenick.
Der niederländische Innenverteidiger war es, der die Partie mit zwei Kopfballtoren (73./89.) drehte und sein Team in der Fußball-Bundesliga damit auf Tabellenrang drei hievte. Mit „großer Moral und Mentalität“ sei seine Mannschaft zurückgekommen, sagte Trainer Urs Fischer. Am Sonntag dann durfte er sich über eine wichtige Personalie für den Kampf um die Europacup-Plätze freuen.

Union Berlin verkündet den Transfer auf Instagram

Empfohlener Inhalt der Redaktion

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Instagram, der den Artikel ergänzt. Sie können sich diesen mit einem Klick anzeigen lassen und wieder ausblenden.

Externer Inhalt

Sie erklären sich damit einverstanden, dass Ihnen externe Inhalte von Instagram angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden.

Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Josip Juranovic war für Kroatien Stammspieler bei der WM 2022

Der kroatische WM-Stammspieler Juranovic (27) kommt vom schottischen Top-Klub Celtic Glasgow nach Berlin. Damit ist die Planstelle auf der Außenverteidigerposition wieder geschlossen.
Dabei war die Stimmung in Köpenick unter der Woche noch gedrückt, der Abgang von Linksverteidiger Ryerson zu Borussia Dortmund sei „überraschend“ und „schmerzhaft“ gewesen, sagte Fischer. Doch mit der Ankunft Juranovics und einem furiosen Comeback-Sieg im Rücken sah das am Wochenende schon wieder anders aus.

Die Heimstärke im Stadion An der Alten Försterei bleibt Union Berlin gewiss

Was außerdem deutlich wurde: Das Stadion An der Alten Försterei ist und bleibt eine Festung für Union. Denn 20 von 24 möglichen Punkten holten die Berliner in dieser Saison zu Hause, die Eisernen sind in ihrem Wohnzimmer in der Liga noch ungeschlagen. Gegen Hoffenheim pushte die Atmosphäre das Team von Fischer nach zuvor drei Spielen ohne Sieg und einer schwachen ersten Halbzeit inklusive Elfmeterfehlschuss von Jordan Siebatcheu noch zum Sieg.
„Wir werden jetzt erstmal den Moment genießen, und am Mittwoch gehts weiter“, sagte Angreifer Jamie Leweling, der in der sechsten Minute der Nachspielzeit den 3:1-Endstand besorgt hatte. Viel Zeit zum Durchschnaufen bleibt nicht: Am Mittwoch (20.30 Uhr) reisen die Unioner zu Werder Bremen, am Samstag (15.30 Uhr/beide Sky) folgt dann das Derby beim angezählten Stadtrivalen Hertha BSC.