Fußball-Bundesligist Union Berlin reist ohne personelle Sorgen zum Spiel der 1. Runde um DFB-Pokal am Montag (18.00 Uhr/Sky) zum Chemnitzer FC. Allein Cheftrainer Urs Fischer hat Schmerzen.
„Es gibt keine verletzten Spieler“, sagte Co-Trainer Markus Hoffmann bei der Pressekonferenz am Samstag, die er in Vertretung von Cheftrainer Urs Fischer wahrnahm. Der Schweizer Fußballlehrer klagte über Rückenprobleme, hofft aber, am Montag seine Mannschaft wieder betreuen zu können. Dies gaben die Köpenicker bekannt.

Spielen die Neuzugänge in Chemnitz?

Die einzige Einschränkung machte Hoffmann bei Tymoteusz Puchasz. Der Abwehrspieler habe erst zwei Einheiten mit der Mannschaft bestritten und zuvor individuell trainiert.
Wie die Startelf gegen den Regionalligisten aussehen könnte, ließ Hoffmann derweil weitgehend offen. Allerdings sei nicht damit zu rechnen, dass die jüngst verpflichteten Morten Thorsby und Diogo Leite von Beginn an spielen. „Es ist noch zu wenig Vorbereitung für die zwei, um seriös von Anfang an in ein Pflichtspiel zu gehen. Es würde uns nicht helfen, wenn sich da ein Spieler gleich verletzt, weil er noch nicht bereit ist“, sagte der 50-Jährige. Bezüglich der Entwicklung der Zugänge zeigte sich der Co-Trainer zufrieden, sie seien alle „auf einem guten Weg“.

Torwart-Frage bei Union Berlin noch ungeklärt

Offen ist, wer in Chemnitz im Tor stehen wird. Auf die Qualitäten von Frederik Rönnow angesprochen, der bisher als Nummer eins gehandelt wurde, war Hoffmann jedoch voll des Lobes: „Er hat uns bisher eine gewisse Sicherheit im Spiel gegeben und alles umgesetzt, was wir von ihm verlangen. Er war zum richtigen Zeitpunkt da, wenn er gebraucht wurde. Und davon gehe ich auch in dieser Saison aus.“
Von den Chemnitzern erwartet der 50-jährige Co-Trainer ein auf viel Ballbesitz angelegtes Spiel mit einer kompakten Defensive. „Das ist eine gute Mannschaft, bei der man die Handschrift des Trainers erkennen kann“, sagte Hoffmann. „Sie haben ein gutes Umschalten, sind aber auch mutig im Herausspielen.“

Chemnitzer FC mit Siegesserie

Bei der Siegesserie der Sachsen in den vergangenen zehn Begegnungen sei durchaus Klasse zu erkennen, wenngleich es in dieser Saison – ebenso wie bei Union – noch kein Pflichtspiel gab. Der CFC müsse sieben Neuzugänge integrieren und habe ein sehr junges Team mit routinierten Akteuren auf Schlüsselpositionen.
„Das wird keine einfache Aufgabe für uns“, sagte Hoffmann, der sein Team aber als gut vorbereitet einstuft: „Wir haben uns ein Bild machen können, gegen wen wir da spielen und wie wir das angehen wollen. Wir fahren nicht ins Blaue dorthin.“