Der eine oder andere hat in den Sozialen Medien schon einmal geunkt, ob in Italien keine vernünftige Vorbereitung bestritten wird. Denn noch hat Morten Thorsby, der Neuzugang des 1. FC Union Berlin, der von Sampdoria Genua kam, mit einem Rückstand in seiner Fitness zu kämpfen. Bald soll das aber erledigt sein. Dann will der 26-Jährige durchstarten.
Der Norweger, der in der laufenden Saison bisher erst 20 Minuten beim FSV Mainz 05 (0:0) zum Einsatz kam, will bald seinen Fitness-Rückstand komplett aufgeholt haben. „Ich weiß, dass ich mit jeder Minute wachse und wie wichtig es ist, in den Rhythmus zu kommen“, sagte der Blondschopf in einer Medienrunde am Mittwoch. Er benötige noch zwei Spiele über 90 Minuten benötigt, um auf „100 Prozent Spielfitness“ zu kommen.

Debüt gegen den FSV Mainz hat Morten Thorsby gut getan

Der Mittelfeldspieler möchte dabei gleich das kommende Top-Heimspiel gegen RB Leipzig am Samstag (18.30 Uhr) nutzen. „Ich denke, hier bei uns zu Hause ist alles möglich. Wir sollten kein Team fürchten“, sagte die Neuverpflichtung von Sampdoria Genua. Dabei hat sein Debüt am vergangenen Spieltag beim 0:0 bei Mainz 05 Thorsby gut getan. „Die ersten Minuten sind immer etwas Besonderes, gerade in einem sehr engen und schwierigen Spiel wie in Mainz. Das ist immer etwas, an das man sich erinnert“, sagte Thorsby, der am liebsten auf der Acht spielt, „ich war sehr glücklich, auf den Platz zu kommen.“
Thorsby gilt nicht als Fußballspieler von der Stange. Das hängt mit seinem starken Einsatz für den Klimaschutz zusammen. Damit, dass er als „Greta Thunberg des Fußballs“ bezeichnet wird, kann er leben. „Für mich ist das nichts Schlimmes, mit Greta verglichen zu werden. Ich habe einen sehr klaren Standpunkt in Bezug auf die Umwelt bezogen“, sagte Thorsby, „das haben nicht viele Spieler getan haben. Das macht mich vielleicht schon ein bisschen besonders. Aber jetzt sprechen immer mehr Athleten über diese Dinge.“
Von Union bekommt er einen gewissen Freiraum, seine Aktivitäten außerhalb des Platzes fortzusetzen. Thorsby stellt aber auch klar, dass er in erster Linie Fußball-Profi sei. Erfolge auf dem Rasen bringen ihn aber auch im Engagement für die Umwelt weiter: „Mir würde mir keiner zuhören, wenn ich nicht Fußballer wäre.“