Auch der FSV Basdorf hat von den Sorgen der Fans des 1. FC Union Berlin gehört, wenn der Fußball-Bundesligist in der Saison 2024/25 aufgrund des geplanten Stadionumbaus an der Alten Försterei ins Berliner Olympiastadion von Lokalrivalen Hertha BSC umziehen will. Der Kreisoberligist aus dem Barnim hat da eine Idee. Wie lautet die Lösung aus dem Brandenburgischen?
Die Vorteile für die Eisernen liegen aus Sicht der Basdorfer auf der Hand. „Bleibt doch einfach im Osten und kommt zu uns!“, sagt der Verein in einem Post auf der eigenen Facebook-Seite. Danach werden die durchaus stimmigen Vorteile für den Fußball-Bundesligsten aufgezählt. Wie in der Wuhlheide in Köpenick ist „der Wald ganz nah“ und „das Stadion wäre immer ausverkauft“.
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Rasen auf Sportplatz in Basdorf besser als im Olympiastadion

Die Anlage des FSV Basdorf hat noch weitere Vorteile. Der wichtigste, davon ist der FSV überzeugt, ist der Belag, auf dem gespielt wird: „Unsere Wiese ist garantiert besser als im Olympiastadion, die ist doch sowieso alle drei Monate hinüber. Wir hätten da einen brandneuen Hybridrasen im Angebot, bekommste nur 5x in Deutschland geboten.“ An die Fans des Bundesligisten ist auch gedacht. Der Wurstsponsor der Berliner hat gleich im Nachbarort von Basdorf, einem Ortsteil von Wandlitz, eine Dependance. Auch ökologisch wichtige, kurze Lieferwege wären so gesichert. Und bei der anzubietenden Biermarke zeigt sich der FSV kompromissbereit.
Ein wenig hintersinnig wird auch der Berliner Lokalrivale der Köpenicker, Hertha BSC, angesprochen. „Wir machen das alles für euch!“, heißt es in dem Basdorfer Post, und weiter in Bezug auf die Herthaner: „Die haben ihre Ruhe im Olympiastadion und brauchen nicht weiter zu jammern.“

Nur eine Frage bleibt: Wo steht der Mannschaftsbus des 1. FC Union Berlin?

Nur einen Nachteil sehen die Basdorfer bei ihrem Vorhaben, Union in den Barnim zu locken. „Wir müssten mal schauen, wo ihr den Mannschaftbus parkt. Auf dem Parkplatz steht schon unser Bus und die Karre von Tessi (unser Kneiper). Ihr könntet aber die Spieler an der Buswendeschleife an der Schule rauslassen. Evtl. können wir die Festwiese Richtung Zühlsdorf anmieten. Dort könnt ihr dann parken.“
Die Fans der Eisernen zeigen sich in Kommentaren vom Angebot begeistert. „Auch wenn das von mir aus gesehen am Arsch der Welt ist: Ich würde lieber dahin fahren, als nach Charlottenburg“, sagt eine junge Dame. Auch die Frage nach einer Zulassung des Basdorfer Stadions für die Bundesliga und europäische Spiele bringt die FSV-Verantwortlichen nicht aus der Ruhe: „Jeder kennt jeden. Aufm Dorf machen wir das schon irgendwie passend …“ Vielleicht sollte sich Unions Präsident Dirk Zingler ja das Basdorfer Stadionangebot noch einmal genau erläutern lassen ...