Seit Anfang Dezember und bis zur Weihnachtspause, die nach dem Testspiel am 21. Dezember gegen den FC St. Pauli beginnt, läuft noch die ungewohnte Vorbereitung auf eine lange Rückrunde beim Fußball-Bundesligisten 1. FC Union Berlin. Welche Erkenntnisse hat Trainer Urs Fischer aus dem Testspielsieg gegen den FC St. Gallen (4:1) gewonnen und worauf sich Defensivspieler Niko Gießelmann freut, Torschütze am 17. Dezember gegen die Schweizer.

Worauf muss Trainer Urs Fischer vor allem achten

„Manchmal hat der Mannschaft gegen St. Gallen die Überzeugung gefehlt“, hat der Trainer ausgemacht. Die Folge waren zahlreiche, ungewohnte Fehlpässe und Ballverluste. Aber der Trainer hat dafür auch eine Erklärung: „Die Jungs waren schon auch müde, denn wir haben unter der Woche nicht auf die Freundschaftsspiele Rücksicht genommen und intensiv trainiert.“ Eine kurze Verschnaufpause ist aber in Sicht. Nach zwei Einheiten am Montag und Dienstag sowie dem Test gegen St. Pauli ist Weihnachtspause.

Wie weit ist Unions U-19-Nationalspieler Aljoscha Kemlein?

„Ja, was soll ich sagen“, sagte Fischer auf die Frage, wie ihm der 18-jährige defensive Mittelfeldspieler in den 45 Minuten gegen St. Gallen gefallen hat. „Mit Ball hat es mir gut gefallen, aber gegen den Ball ging es für ihn manchmal ein bisschen schnell. Das hat man heute gesehen. Aber er macht Schritte. Solche Tests, diese Minuten tun ihm gut. Da kommt er in Situationen, wo er merkt, dass es im Spiel schneller geht, als im Training“, urteilt Fischer über den U-19-Nationalspieler, der im manchmal einfach zu ruhig agiert. „Das ist nicht immer das richtige Mittel.“

Wie sieht Niko Gießelmann den Kampf um einen Stammplatz auf der linken Seite?

„Klar, ich habe zwei Konkurrenten.“ Gemeint sind Julian Ryerson und Tymoteusz Puchacz. Der Pole konnte allerdings im Test gegen St. Gallen kaum Boden gutmachen, während Gießelmann immerhin das Tor zum 4:1 erzielte. „Wie der Stand ist, ist schwer zu sagen. Ich habe dem Trainer gezeigt gegen Augsburg und jetzt im Test, dass ich auch da bin. Ich bin bereit, öfter zu spielen“, meint Gießelmann, der in 16 Pflichtspielen in dieser Saison sechsmal über 90 Minuten auf dem Feld stand. Am polyvalenten Ryerson hat Trainer Fischer aber meist mehr Gefallen gefunden.

Worauf sich Niko Gießelmann freut?

„Die Vorbereitung läuft ganz gut, ist aber auch ansprechend und bei den Temperaturen unangenehm. Aber da müssen wir durch“, sagt der 31-Jährige. Die Testspiele mit den Siegen gegen Rostock (2:0) und St. Gallen empfand er als „ordentlich“. Vorfreude herrscht aber trotz der zu erwartenden intensiven Arbeit auf das Winter-Trainingslager, das vom 2. bis 11. Januar im spanischen Campoamor stattfindet. „Die Wärme tut einem schon gut, hoffentlich wird es jetzt auch vor Weihnachten noch ein bisschen wärmer“, sagt Gießelmann.