Taiwo Awoniyi hat den 1. FC Union Berlin in Richtung Premier League und Nottingham Forest FC verlassen. Aber es gibt auch gute Nachrichten in der Angriffszone der Köpenicker. Nach Sky-Informationen wird Sheraldo Becker seinen Vertrag verlängern. Und ein baumlanger Angreifer und ein Schweizer Torjäger sollen in den Fokus von Manager Oliver Ruhnert gerückt sein.
Auf Instagram gab Sheraldo Becker noch einem einen kleinen Einblick auf die Urlaubsfreuden in südlichen Gefilden mit Familie und Freunden. Darunter schrieb er aber auch: „Und nun den Fokus auf die Vorbereitung legen.“ Aber nicht nur das, der flinke niederländische Außenstürmer plant seine nähere Zukunft weiter in Köpenick. Der 27-Jährige hat am Mittwoch seinen 2023 auslaufenden Vertrag vorzeitig verlängert.
"Es ist ein gutes Zeichen, dass wir einen Leistungsträger wie Sheraldo länger an uns binden konnten", sagte Unions Sportchef Oliver Ruhnert. Auch Becker war zufrieden: "Ich fühle mich bei Union wirklich sehr wohl. Wir haben in den letzten Jahren unglaubliches zusammen erreicht, und gemeinsam mit dem Verein und der Mannschaft habe auch ich mich weiterentwickelt."

Vertragsverlängerung scheint Sheraldo Becker zu motivieren

Was Becker wert sein kann, hat er in der vergangenen Saison oftmals bewiesen. In 40 Pflichtspielen erzielte er sechs Tore und gab neuen Vorlagen. Damit ist er nach dem Weggang von Awoniyi derzeit Stürmer Nummer 1 im Kader von Trainer Urs Fischer. Die Aussicht auf Vertragsverlängerung scheint ihn auch zu motivieren. Schon jetzt, in der frühen Phase der Saisonvorbereitung, glänzte Becker im Trainingslager in Bad Saarow mit seiner Schnelligkeit.
Gute Nachrichten gibt es auch, über Neuzugang Jamie Leweling zu berichten. Zwar trainiert der Angreifer, für den die Eisernen vier Millionen Euro an Absteiger an die SpVgg Greuther Fürth überwiesen haben, nach einem Außenbandriss im linken Sprunggelenk noch individuell. Aber der Heilungsprozess soll bei dem 21-Jährigen schneller verlaufen als geplant. Die Verantwortlichen gehen momentan davon aus, dass Leweling bereits zum Saisonstart beim Derby gegen Hertha BSC zur Verfügung steht.

Bas Dost als Ersatz für Taiwo Awoniyi im Fokus bei Union Berlin

Bis dahin könnte Manager Oliver Ruhnert auch einen Ersatz für den verlorenen Topstürmer Awoniyi gefunden haben. Ein Kandidat soll laut der Internetseite „Tag24“ Bas Dost sein. Der Vertrag des 33-Jährigen beim FC Brügge endet zum 30. Juni. Und seine Treffsicherheit, die er in der Bundesliga schon beim VfL Wolfsburg (36) und Eintracht Frankfurt (12) unter Beweis stellte, hat er in Belgien nicht verloren. In 25 Ligaspielen traf Dost zwölfmal. Einen Gedanken könnte Ruhnert also schon an den 1,96 Meter langen Mittelstürmer verschwenden, zumal der die gleiche Beratungsagentur hat wie Paul Seguin, der zur neuen Saison von Greuther Fürth an die Wuhle gewechselt ist. Schließlich hat Ruhnert in einem ähnlich gelagerten Fall mit Max Kruse schon gute Erfahrungen gemacht. Und Dost kennt die Bundesliga und kann sich als Niederländer mit Landsmann Becker bestens verständigen.
Ersetzt Bas Dost (Mitte hinten, hier im Trikot von Eintracht Frankfurt) bei Union Berlin den in die Premier League zu Aufsteiger Nottingham Forest FC abgewanderten Taiwo Awoniyi (vorn).
Ersetzt Bas Dost (Mitte hinten, hier im Trikot von Eintracht Frankfurt) bei Union Berlin den in die Premier League zu Aufsteiger Nottingham Forest FC abgewanderten Taiwo Awoniyi (vorn).
© Foto: Matthias Koch

Schweizer Torschützenkönig soll Donnerstag Medizin-Check absolvieren

Noch konkreter scheint das Interesse an Angreifer Jordan Siebatcheu von den Young Boys Bern zu sein. Der 26 Jahre alte Torschützenkönig der Schweizer Super League soll heute den Medizincheck absolvieren, wie Sport1 berichtete. Ähnliche Informationen hatte auch die Schweizer Zeitung „Blick“. Die Ablösesumme soll den Berichten zufolge sechs Millionen Euro fix betragen und mit Boni auf bis zu acht Millionen ansteigen können. Siebatcheu spielt seit 2020 in Bern, zuvor lief er für Stades Rennes in Frankreich auf. In der Europa League erzielte er 2021 in der Zwischenrunde in zwei Spielen gegen Bayer Leverkusen drei Tore. In der vergangenen Saison traf er in der Champions League unter anderem gegen Manchester United.

Mohammed Abu Fani wird mit Union Berlin in Verbindung gebracht

Ebenfalls in der Gerüchteküche heiß gekocht wird das Interesse der Unioner an Mohammed Abu Fani. Der israelische Nationalspieler (14 Länderspiele) zieht bei Maccabi Haifa die Fäden im Mittelfeld und führte den Verein zum nationalen Meistertitel. Abu Fani erzielte in 26 Ligaspielen sieben Scorerpunkte (3 Tore, 4 Vorlagen). Im ersten Testspiel wird weder Abu Fani noch Dost dabei sein. Der 1. FC Union tritt am 29. Juni bei Drittliga-Absteiger FC Viktoria Berlin um 18 Uhr im Jahnsportpark an. Becker kann dagegen seine gute Frühform unter Beweis stellen.
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Hohe Geldstrafe für den 1. FC Union Berlin

Fußball-Bundesligist 1. FC Union Berlin ist für das Fehlverhalten einiger Anhänger zu einer hohen Geldstrafe verurteilt worden. Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes verhängte am Dienstag eine Geldstrafe von 159.000 Euro Geldstrafe wegen des Abbrennens von Pyrotechnik. Der Verein kann bis zu 53.000 Euro für sicherheitstechnische oder gewaltpräventive Maßnahmen verwenden.
Nach DFB-Angaben hatten Anhänger des Bundesligisten während des Derbys bei Hertha BSC am 9. April insgesamt mindestens 159 pyrotechnische Gegenstände abgebrannt. Union hat dem Urteil zugestimmt, es ist damit rechtskräftig. dpa