Mit seinen „Stareinkäufen“ hat Oliver Ruhnert, Geschäftsführer Profifußball beim Fußball-Bundesligisten 1. FC Union Berlin, eigentlich immer richtig gelegen. Nun könnte mit Philipp Max der nächste folgen, denn auf der Position des Linksverteidigers besteht durchaus Bedarf. Billig würde der Transfer allerdings nicht werden für die Eisernen.
Auf dem Internetportal transfermarkt.de wird Max derzeit mit einem Wert von acht Millionen Euro geführt. Sein höchster Wert betrug 2018 beim FC Augsburg rund 20 Millionen. Im September 2020 wechselte er für 7,7 Millionen von den bayrischen Schwaben zur PSV Eindhoven. Käme ein Deal zu ähnlichen Konditionen zustande, wäre Max, der bei dem niederländischen Spitzenclub – in der zurückliegenden Saison Zweiter hinter Meister Ajax Amsterdam – der neue Rekordtransfer der Köpenicker, die in dieser Saison bereits vier Millionen Euro für U-21-Nationalspieler Jamie Leweling von Absteiger Greuther Fürth ausgegeben haben. Mit 5,8 Millionen war bisher Taiwo Awoniyi der teuerste Union-Transfer.

Philipp Max wäre nach Subotic, Gentner und Kruse der nächste „Star-Einkauf“

Weil aber Manager Ruhnert bisher vor jedem Spieljahr einen „Star“ als Einkauf präsentierte, könnte es mit dem Linksverteidiger den nächsten geben. Sportlich würde Philipp Max, Sohn des zweimaligen Bundesliga-Torschützen-Königs Martin Max, hervorragend zu den Eisernen passen. Und so die Rolle übernehmen, die vor ihm Neven Subotic, Christian Gentner und Max Kruse als die bisherigen Stareinkäufe von Ruhnert innehatten. Alle waren sportlich und/oder menschlich eine Bereicherung für den Verein.
Auf der linken Seite besteht bei Union durchaus Bedarf. Niko Gießelmann spielte eine starke Saison, aber Konkurrenz belebt bekanntlich das Geschäft. Zwar kehrt mit dem Polen Tymoteusz Puchacz ein weiterer Spieler für diese Position von seiner Ausleihe beim türkischen Meister Trabzonspor zurück, aber ob Trainer Urs Fischer dem 23-Jährigen das Vertrauen ausspricht, ist eher fraglich. Damit wäre Puchasz laut „Berliner Kurier“ ein Wechselkandidat, da er für sein Heimatland gerne bei der WM in Katar spielen möchte. Dazu braucht er Spielpraxis, die er zuletzt in der Türkei schon nicht mehr bekam.

Im Mai hat Philipp Max Freundin Annabell geheiratet

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Findet Philipp Max über Union Berlin den Weg in die deutsche Nationalmannschaft zurück?

Das Tandem Gießelmann/Max wäre also ein starkes Duo auf links, und der bei Bayern München ausgebildete Max, der Ende Mai Freundin Annabell auf Mallorca heiratete, könnte seine Stärke bei Flanken und Freistößen gewinnbringend bei Union einsetzen. Vielleicht kann der 28-Jährige, der für die PSV, mit der er niederländischer Pokalsieger wurde, in 92 Pflichtspielen acht Tore erzielte, in der Wuhlheide auch wieder an alte Erfolge anknüpfen und in der Nationalmannschaft dem Hoffenheimer David Raum Konkurrenz machen.
Unter Bundestrainer Joachim Löw spielte Philipp Max im November 2020 dreimal für Deutschland – in der Nations League gegen die Ukraine (3:1) und Spanien (0:6) sowie im Freundschaftsspiel gegen Tschechien, wo er das Tor zum 1:0-Sieg erzielte. Zudem wurde Max gemeinsam mit dem Ex-Unioner Grischa Prömel Silbermedaillengewinner bei Olympia 2016 in Rio. Union und Max, das könnte also passen.