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Tatablauf auch nach Obduktion unklar

Vater und Sohn bei Familiendrama in Neumarkt erstochen

Bei einem Familiendrama sind am Dienstag in einer Wohnung in Neumarkt in der Oberpfalz zwei Männer erstochen worden
Bei einem Familiendrama sind am Dienstag in einer Wohnung in Neumarkt in der Oberpfalz zwei Männer erstochen worden © Foto: dapd
dapd / 30.01.2013, 20:00 Uhr
Neumarkt (dapd) Bei einem Familiendrama sind am Dienstag in einer Wohnung in Neumarkt in der Oberpfalz zwei Männer erstochen worden. Es handelt sich um einen 65-Jährigen und seinen 26 Jahre alten Sohn, wie die Polizei am Mittwoch mitteilte. Sein 43-jähriger Schwiegersohn wurde mit schweren Schnittverletzungen in ein Krankenhaus gebracht, befindet sich aber außer Lebensgefahr.

Dieser hatte bereits am Montag telefonisch bei der Polizei gedroht, sich wegen familiärer Probleme von einem Felsen der Burgruine Wolfstein zu stürzen. Die Beamten verhinderten den Angaben zufolge einen Selbstmord. Anschließend begab sich der Mann in therapeutische Behandlung. Am Dienstag verließ er die Einrichtung aber wieder. Kurz darauf kam es zu der Bluttat.

Auch nach der Obduktion der Leichen am Mittwoch blieb der Tatablauf unklar. Die Untersuchung ergab, dass der 65-Jährige und sein Sohn jeweils durch mehrere Stiche in den Oberkörper getötet worden waren. Bei dem 43-Jährigen stellten die Mediziner Schnittverletzungen im Bereich des Schädeldaches fest.

Die Polizei hatte ihn blutverschmiert im Treppenhaus aufgefunden, nachdem ein Hausbewohner die Beamten verständigt hatte. In der Wohnung entdeckten sie dann die beiden Leichen. Am Tatort fanden die Ermittler ein Messer und weiteres Küchenwerkzeug, das zum Einsatz gekommen sein könnte. Ein Kriseninterventionsteam betreute die Angehörigen der Toten.

Familienangehörige warfen der Polizei vor, das Verhalten des 43-Jährigen vor der Bluttat falsch eingeschätzt zu haben. Das Polizeipräsidium Oberpfalz nehme die Vorwürfe sehr ernst, könne sie aber noch nicht abschließend bewerten, teilte ein Sprecher mit.

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