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Unionsländer debattieren über Gentechnik in Futter

17.03.2011, 16:02 Uhr
Berlin/München (DPA) Die Unionsländer debattieren darüber, ob importierte Futtermittel auch Spuren von Gentechnik enthalten dürfen. Die CDU-geführten Länder Baden-Württemberg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein dringen darauf, dass eine „praktikable technische Lösung“ für den bisherigen Null-Grenzwert für Gen-Organismen in Saatgut gefunden wird. Bei einer Abstimmung an diesem Freitag im Bundesrat wolle Bayern dagegen stimmen, hieß es am Donnerstag in CSU-Kreisen. Auch die SPD hat Bedenken. Baden-Württemberg weist allerdings darauf hin, dass in dem Antrag keine Aufweichung des Null-Grenzwerts enthalten sei, es gehe um zuverlässige Tests.

Die EU-Staaten hatten sich darauf geeinigt, dass Futtermittelimporte auch Gentechnik-Spuren enthalten dürfen - bis zur Nachweisgrenze von 0,1 Prozent. Dies ist aber noch nicht in Kraft. Die Agrarpolitiker der SPD-Bundestagsfraktion warnten am Donnerstag davor, die Saatgutreinheit aufzugeben: „Die große Mehrheit der Bevölkerung will keine gentechnisch veränderten Pflanzen.“ Die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft - ein Zusammenschluss kleinerer Höfe - fürchtet ebenfalls um den Null-Grenzwert. „Als Bauern sind wir darauf angewiesen, sauberes Saatgut zu bekommen.“

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