Der 51-Jährige hat das Eisenhüttenstädter Unternehmen knapp zwei Jahre lang geleitet und durch die große Wirtschaftskrise geführt. Er bescheinigte dem Werk mit seinen derzeit etwa 2650 Mitarbeiten gestern eine gute und langfristige Perspektive für die Zukunft. Die Rolle von Eisenhüttenstadt im Gesamtkonzern und mit Blick auf die Ausrichtung Mittel- und Osteuropa sei „durchaus wichtig“ – vor allem, was die Lieferung von hoch qualitativem Flachstahl für den Automobilbereich angeht. Zudem betonte Thorsten Brand, dass mehrere geplante Millionenprojekte – unter anderem ein umweltfreundlicher Hochofen und ein neuer Filter in der Sinteranlage – für einen Fortbestand der Roheisenerzeugung sprechen. Thorsten Brand wird am kommenden Montag eine Leitungsaufgabe im europäischen Langstahlbereich des Konzerns in Luxemburg übernehmen.
Brands Nachfolger hat sich das Werk gestern erstmalig angesehen. „Ich bin sehr erfreut, hierherzukommen und mit dieser fantastischen Mannschaft von ArcelorMittal Eisenhüttenstadt zu arbeiten“, sagte Matthieu Jehl, für den die Leitung eines Hüttenwerkes eine Premiere ist. Er wurde in Straßburg im Elsass geboren, hat ein Ingenieurstudium in Paris und ein Management-Studium in London absolviert und arbeitete für die Boston Consulting Group, bevor er 2002 zum weltgrößten Stahlkonzern wechselte. In der Chefetage von ArcelorMittal Distribution Solutions beschäftigte er sich zuletzt mit dem Stahlhandel in Europa.