Das Brandenburger Landesamt für Umwelt hat dem US-amerikanischen Elektroautobauer Tesla eine weitere Teilgenehmigung für vorzeitige Bauarbeiten in Zusammenhang mit der Gigafactory in Grünheide bei Berlin erteilt. Damit könne das Unternehmen auf eigenes Risiko jetzt Leitungen unter anderem für Abwasser und Niederschlagswasser sowie Rohre beispielsweise für Strom und Versorgung innerhalb des Tesla-Grundstücks oberhalb des Grundwasserspiegels verlegen, sagte Frauke Zelt, Sprecherin des Umweltministeriums, am Dienstag.

Unabhängiges Unternehmen mit Schwerpunkt Gewässerschutz muss Bau begleiten

Nach den Angaben muss Tesla insbesondere Anforderungen an die Ausführung und Beschaffenheit der Materialien im Trinkwasserschutzgebiet und Lärmschutzauflagen während der Bauzeit beachten. Die Rohrleitungen müssen durch ein qualifiziertes Fachunternehmen verlegt werden. Zudem muss ein unabhängiges Unternehmen mit Schwerpunkt Gewässerschutz den Bau begleiten. Technische Regelwerke für Wasserschutzgebiete sind zu beachten.
Bei der Genehmigungsbehörde seien zudem zwei weitere Anträge von Tesla auf Zulassung vorzeitiger Maßnahmen nach Paragraf 8a des Bundesimmissionsschutzgesetzes eingegangen, sagte die Sprecherin. In einem gehe es um den Einbau von Maschinen in der Endmontage. Der andere betreffe die Montage von Abluftkaminen auf dem Hallendach. Dabei solle ein Hubschrauber eingesetzt werden. „Diese Anträge werden geprüft“, sagte Zelt.
Die abschließende Prüfung des Genehmigungsantrags dauere an, sagte Zelt. Tesla baue in Grünheide weiterhin auf eigenes Risiko. Das Unternehmen hatte kürzlich kritisiert, dass 16 Monate nach dem Antrag die endgültige Genehmigung für den Bau der Fabrik noch ausstehe.
Tesla will in Grünheide im Sommer die Produktion aufnehmen und mit der Zeit 500.000 Autos pro Jahr fertigen.
Mehr zur Gigafactory von Tesla in Grünheide bei Berlin gibt es auf einer Themenseite.
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