Der Elektroautohersteller Tesla hat einen neuen Antrag auf vorzeitigen Baubeginn für seine Gigafactory bei Grünheide (Oder-Spree) gestellt. Das wurde am Mittwoch auf der Sitzung des Bauausschusses des Landtages Brandenburg bestätigt. In dem Antrag geht es um die Fällung von 100 Hektar Wald für weitere Teile der Anlage sowie eine geplante provisorische Zufahrt zu Baustelle. Im Ausschuss war von der geplanten Auffahrt zur Gigafactory-Baustelle von der A10 die Rede. Über den Antrag sei noch nicht entschieden, Umweltbelange seien noch zu prüfen, sagte ein Vertreter des Landesamtes für Umwelt im Ausschuss.
Tesla hat will insgesamt 194 Hektar Wald für die Gigafactory roden lassen. Davon sind bislang rund 92 Hektar genehmigt und auch gefällt worden. Auf dieser früheren Waldfläche entsteht derzeit der Rohbau der Fabrik.

Sechster Antrag für Teslas Gigafactory bei Grünheide

Es ist der nunmehr sechste Antrag auf einen vorzeitigen Baubeginn. Für die Tesla-Gigafactory bei Grünheide gibt es bislang keine endgültige Genehmigung. Sie wird erst zum Ende des Jahres erwartet. Zunächst findet dazu am 23. September in Erkner ein öffentliches Anhörungsverfahren ein. 406 Einwendungen und Hinweise sind zum dem Projekt eingegangen.
Tesla hat den Rohbau der Fabrik bisher mit vorläufigen Erlaubnissen gebaut und damit auf eigenes Risiko. Sollte das Unternehmen keine Genehmigung erhalten, müsste zurückgebaut werden. Da die endgültige Genehmigung noch nicht vorliegt, ist laut Landesamt für Umwelt auch mit weiteren Anträgen auf vorzeitigen Baubeginn zu rechnen.
Tesla will im Sommer 2021 mit der Produktion des Model Y in Grünheide beginnen.