Sie könnten Unterstützung bekommen - aus dem Frankfurter Leibniz-Institut für Innovative Mikroelektronik Ihp. Dort forscht Krzysztof Piotrowski mit polnischen und deutschen Partnern an elektronischen Wächtern. Seit Juli läuft ein Pilotprojekt "Smart River", das Piotrowski am Donnerstag auf dem neunten Brandenburger Sensornetztag am Ihp vorstellte. Es ging dort um die Einsatzmöglichkeiten intelligenter elektronischer Systeme  in der Region.  Ein Beispiel sind elektronische Netzwerke,  die im Odergebiet Daten sammeln, vor allem zum Zustand der Deiche. Solche Netze bestehen aus Sensoren – Messgeräten für Bodenfeuchte oder Regen beispielsweise. Diese Sensoren sind über sogenannte Knoten – sehr kleine Rechner – miteinander verbunden. Diese Rechner sammeln die Daten und geben sie weiter.
Ende kommenden Jahres soll dieses System am Oderufer in Frankfurt (Oder) und Slubice und Umgebung installiert werden. Das ist das Ziel, sagt Piotrowski. Noch laufen die Vorarbeiten. Außerdem muss abgewartet werden, bis der Neubau der Deiche auf polnischer Seite abgeschlossen ist. Offen ist auch noch, wie viele Geräte dieses Netzwerk umfassen wird.
Ein Ziel des Pilotprojektes ist es herauszufinden, wie viele für eine sichere und kostengünstige Kontrolle notwendig sind. Interesse gibt es daran nicht nur in Frankfurt (Oder) und Slubice. Auch andere Kommunen interessieren sich für das System, mit dem sich Anlagen wie Deiche dauerhaft kontrollieren ließen.
Mit Flüssen hat auch ein zweites Vorhaben zu tun, das am Donnerstag vorgestellt wurde. Auf der Spree-Oder-Wasserstraße zwischen Königs Wusterhausen und Fürstenwalde soll in Zusammenarbeit von Forschern und Unternehmen eine Teststrecke für autonome Binnenschiffe entstehen. Es ist eines von mehreren dieser Projekte in Deutschland, die um den Zuschlag für ein Testgelände konkurrieren. Ziel ist es, Schiffe künftig führerlos fahren zu lassen. Jürgen Alberding, dessen Wildauer Firma Software für solche Schiffe entwickelt, glaubt, dass Schiffe eher auf einen Steuermann verzichten können als Autos auf ihren Fahrer. Schiffe sind langsamer und die Verkehrsdichte auf dem Wasser ist nicht so hoch. Allerdings fehlen auf der Teststrecke noch die Voraussetzungen – derzeit existieren von der Wasserstraße nicht einmal digitale Karten, wie  Alberding sagt. Sein Unternehmen beschäftigt sich mit satellitengestützter Positionsbestimmung. Damit ist es möglich, auf weniger als zehn Zentimeter genau mit Hilfe von GPS einen Standort zu bestimmen. Ob sich die Wasserstraße als Testgelände eignet, wird zunächst in einer Machbarkeitsstudie festgestellt. Sie soll bis Ende des Jahres fertig sein.