Immer dann, wenn die Höhe der EEG-Umlage festgelegt wird, laufen Kritiker der Energiewende zur Höchstform auf. Schließlich wird die politisch gewollte flächendeckende Erzeugung von Öko-Strom größtenteils mit dem Geld der Verbraucher bezahlt. Auch der Umstand, dass diese Abgabe in den vergangenen Jahren relativ stabil geblieben ist, lässt den Chor nicht verstummen. Viele fordern, den Ausbau von Windkraft und Solar über Bundesmittel zu finanzieren.
Woher jedoch die Milliarden für diese gigantische staatliche Stromsubvention kommen sollen, verrät niemand. Es würde auch nichts ändern, wenn man die EEG-Umlage für alle künftigen Projekte streicht - sie würde auch kaum sinken. Denn ein Großteil der Gelder fließt in die Förderung längst errichteter Anlagen. Größter Brocken sind die Vergütungen für Photovoltaik, die langfristigen Bestandsschutz haben. Die Betreiber streichen das 20-fache der aktuellen Marktpreise ein. Ein folgenschwerer Konstruktionsfehler, der sich nicht mehr kitten lässt. Jegliche Eingriffe würden das Vertrauen der Investoren beschädigen.
Notwendig sind weitere Reformen. Es wäre gerechter, für die Klimaziele das Verursacherprinzip anzuwenden und höhere Preise für den Ausstoß von Kohlendioxid zu verlangen. Doch dazu fehlt der Mut.