Kinematics produziert seit 2014 in Bernau. Es wurde für sein innovatives Produkt mehrfach ausgezeichnet, unter anderem 2017 mit dem  Innovationspreis Berlin-Brandenburg.
Geschäftsführer Udo Meining erklärt die Insolvenz auf Nachfrage dieser Zeitung mit Problemen bei einer Neuausrichtung der Firma. 2018 habe sich Kinematics entschieden, sich aus dem Spielwarenmarkt zurückzuziehen und sich ausschließlich auf den Bildungsmarkt zu konzentrieren. "Der Aufbau eines Vertriebsnetzwerkes sowie die Anpassung der Produkte für den Bildungsmarkt hat leider etwas länger gedauert als geplant." Nachdem dann im November Zahlungsunfähigkeit drohte, habe sich das Management entschieden, ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung einzuleiten. Das bedeutet, dass kein Insolvenzverwalter das Unternehmen leitet, sondern die Geschäftsführung weiter die Hoheit behält. Ihr wird ein Anwalt als Sachwalter und Kontrolleur zur Seite gestellt.
Meining gibt sich optimistisch: Es gehe weiter mit Kinematics. Das Unternehmen habe einen Schuldenschnitt vorgenommen. Die Auftragslage sei "sehr gut", der Vertrieb in den zurückliegenden beiden Quartalen erfolgreich gelaufen. Derzeit beschäftigt das Unternehmen 19 Mitarbeiter, zehn Beschäftigte mussten nach Angaben von Udo Meining bereits 2018 entlassen werden. Das Unternehmen setze die Neuausrichtung fort und verzeichne im Ausland ein Wachstum.
Kinematics vertreibt unter dem Namen Tinkerbots Roboter-Baukästen für Kinder ab Vorschulalter. Die Roboter werden nach dem Lego-Prinzip aus Bausteinen gebastelt und können von den Kindern selbst programmiert werden. Das  Start-up wurde auch mit Förderung der Investitionsbank des Landes ILB unterstützt.