Das Trio aus Potsdam will Landwirten ein System anbieten, mit dem sie die Gesundheit ihrer Tiere überwachen  – ohne Stoppuhr. Diese wird bisher genutzt, um die Atemfrequenz einer Kuh zu ermitteln. Gerät der Atem aus dem Rhythmus,  geht es der Kuh oft nicht gut. Weil sie krank ist, oder weil sie beispielsweise unter Hitzestress leidet. Saskia Strutzke und ihre Mitstreiter haben ein Gerät entwickelt, das an der Nase der Kuh befestigt wird. Darin steckt ein Sensor, der den Atem registriert. Die Idee dazu hatte Saskia Strutzke während ihrer Forschung zum Tierwohl am Leibniz-Institut für Agrartechnik und Bioökonomie ATB in Potsdam. Jetzt ist sie dabei, eine eigene Firma zu gründen. Das Gerät soll Landwirten helfen, die Gesundheit von Beständen mit hunderten Tieren automatisiert zu überwachen. "Ein Landwirt kann dann frühzeitig Maßnahmen ergreifen, um wirtschaftliche Folgen einzudämmen", erläutert Saskia Strutzke. Kühe, die gestresst sind, geben zum Beispiel weniger Milch. Die Potsdamer Gründer wollen mit ihrem Gerät noch weitere Gesundheitsparameter messen. Über eine App soll der Nutzer dann angezeigt bekommen, wie es seinen Tieren geht. Ein Prototyp wird bereits getestet. Im nächsten Jahr soll die Neuerung auf den Markt kommen.
Ihre Entwickler präsentierten ihre Idee am Mittwochabend gemeinsam mit acht weiteren Unternehmens-Gründern bei Next Round Brandenburg, einer Veranstaltung der Förderbank des Landes ILB und der Wirtschaftsförderung Brandenburg WFBB. Dabei wurden vom Publikum aus Investoren, Vertretern der Wirtschaft und Politik drei Gewinner ausgewählt. Weitere Preise gingen an die Denton Systems GmbH, die ein Dentalkonzept entwickelt, das Menschen lebenslang begleitet, und an CI HUB für eine neuartige Software für effizientere Werbung.