Halbzeit bei der Bewerbung für den „Zukunftspreis Brandenburg“. „39 Unternehmen haben sich bisher beworben, das sind sogar ein paar mehr als vor zwei Jahren“, erklärt Projektleiter Michel Havasi von der Handwerkskammer Cottbus. Im vergangenen Jahr war der Wettbewerb abgesagt worden, als mit dem ersten Corona-Lockdown im Frühling das Interesse der Unternehmen deutlich gesunken war.

Selbst Tourismus und Handel vertreten

Mit dem Zukunftspreis Brandenburg würdigen die Wirtschaftskammern des Landes zum sechsten Mal gemeinsam kreative, aktive und innovative Unternehmen, die auch in schwierigen Zeiten nachhaltig in die Zukunft investieren und sich sozial engagieren. „Viele Unternehmen durchleben eine äußerst harte Zeit. Sie stemmen sich gegen die größte Herausforderung seit der Finanzkrise. Dass auch Anmeldungen aus den besonders von der Pandemie betroffenen Branchen Tourismus, Handel und Dienstleistungen vorliegen, macht Mut. Es gibt für sie eine Perspektive, auch das soll der Zukunftspreis in die Öffentlichkeit transportieren“, beschreibt Michel Havasi. Für die Unternehmen wünsche man sich, dass Kunden mit weiteren Lockerungen die Produkte und Dienstleistungen der Unternehmen kaufen und nutzen.
Das Unternehmen Style Work aus Cottbus war 2019 einer der Preisträger des Zukunftspreises. Es hat sich auf visuelles Design spezialisiert und arbeitet bundesweit mit Firmen in den Branchen Marketing, Messe, Event, Möbel- und Baukunst zusammen. „Wir waren aber in der Region nicht so bekannt, das hat sich mit der Auszeichnung verändert“, betont Inhaber Enrico Frühling. „Zulieferer und verschiedene Gewerke wollen seitdem mit uns zusammenarbeiten, zum Beispiel Tischlereien.“ Weil Style Work auch mit Acryl arbeite, hätten Behörden und Unternehmen in der Pandemie viel nach entsprechendem Hygieneschutz nachgefragt.

Kirsten Schmaler: Der Blick wird auf regionale Verantwortung gelegt

Kirsten Schmaler, Geschäftsführerin der PolymerTechnik Ortrand GmbH, nennt einen weiteren Aspekt, warum sich eine Bewerbung lohnt: „Sie lenkt den Blick auf andere Themen und Schwerpunkte, die außerhalb der reinen Unternehmensentwicklung liegen. Man setzt sich intensiv mit der regionalen Verantwortung als Unternehmer auseinander, wird als Preisträger in der Öffentlichkeit anders wahrgenommen.“ Ihr Unternehmen wurde 2014 ausgezeichnet.
Anmeldeschluss für den Zukunftspreis ist der 21. Mai. Aus dem Kreis der Nominierten werden sechs Preisträger am 12. November im Holiday Inn Berlin Airport Conference Centre in Schönefeld bekannt gegeben. Sie erhalten neben einem hochwertigen Imagefilm die mediale Präsenz, die begehrte goldfarbene Stele, eine Urkunde sowie das Recht, mit dem Label Gewinner des „Zukunftspreises Brandenburg“ für sich zu werben.

Märkische Oderzeitung unterstützt den Wirtschaftspreis

Zu den Unterstützern und Partnern des wichtigsten Wirtschaftspreises in Brandenburg zählen die sechs Wirtschaftskammern (IHK/HWK) sowie namhafte Institutionen und Unternehmen wie die Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB), die Wirtschaftsförderung Land Brandenburg GmbH (WFBB), die Deutsche Bank, die Bürgschaftsbank Brandenburg, die EWE AG sowie die Agenturen für Arbeit Eberswalde, Frankfurt (Oder) und Neuruppin. Medienpartner sind die Regionalzeitungen „Märkische Oderzeitung“, „Märkische Allgemeine Zeitung“ und „Lausitzer Rundschau“ sowie der Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB).

Informationen: www.zukunftspreis-brandenburg.de und facebook.com/zukunftspreis

Wettbewerbskriterien:


Die Kriterien orientieren sich auf besondere, auf die Zukunft gerichtete unternehmerische Leistungen:

■ innovative Produkte, Verfahren oder innovative Unternehmensführung

■ geplante bzw. erfolgreiche Geschäftserweiterungen / Investitionen

■ überdurchschnittliche und kontinuierliche Lehrlingsausbildung

■ erfolgreiche Unternehmensnachfolge

nachhaltige Produktion/Verfahren/Unternehmensphilosophie

■ besondere Formen der Mitarbeiterführung/Mitarbeiterbindung

■ engagiertes Handeln für die Heimatregion

■ soziales Engagement in der Region