Die Probleme mit dem Güterverkehr werden weiter bestehen. Baustellen verschwinden nicht von einem Tag auf den anderen. Im Gegenteil werden es tendenziell immer mehr. Zudem muss die Bahn Abläufe ändern, Personal einstellen und einarbeiten. Das braucht Jahre. Auch werden sich nicht innerhalb weniger Monate plötzlich Tausende Autofahrer zum Öffentlichen Nahverkehr bekehren lassen. Länder und Betriebe müssen Busse und Bahnen bestellen – und sie auch so einsetzen, dass die Bevölkerung auf dem Land etwas davon hat.
Für die Bahn bedeutet dies, dass sie auch weiterhin Schulden aufbauen wird. Denn selbst die derzeitigen Investitionen der Bundesregierung reichen nicht aus, um ein über viele Jahre kaputt gespartes System auf Kurs zu bringen. An sinkende Gewinne muss sie sich deshalb gewöhnen. Das geht so lange gut, wie der Bund für die Schulden aufkommt.