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Weniger kann mehr sein

Hajo Zenker
Hajo Zenker © Foto: Gerd Markert/MOZ
Hajo Zenker / 07.12.2018, 07:30 Uhr - Aktualisiert 07.12.2018, 07:36
Frankfurt (Oder) (MOZ) Deutschland hat zu viele Krankenhäuser. Von denen zu viele zu wenig können. Und dabei personell noch vergleichsweise schlecht besetzt sind. Das ist keine neue Erkenntnis. Grundlegend geändert hat sich daran bisher trotzdem nichts. Das hat Folgen. Wo nur wenige Male im Jahr eine bestimmte Operation durchgeführt wird, stehen die Heilungschancen für die Patienten schlechter.

Zentralisierung und Spezialisierung  können also Leben retten. Dadurch werden die Wege zwar länger. Die Überlebenschancen aber größer. Bei einer Brustkrebs- oder Lungenkrebsoperation geht es ja nicht um eine Notfallversorgung. Sondern um ein Team, das viel Erfahrung am OP-Tisch mitbringt. Um eine Klinik, die alle nötigen Geräte vorhält, wo die Prozesse stimmen. Krankenhäuser werden aber von der Politik zu häufig als Symbol für Infrastruktur angesehen, als Wirtschaftsfaktor. Kein Landrat, kein Bürgermeister möchte deshalb eine Abteilung oder gar die ganze Klinik schließen lassen. Auch wenn man die eigene schwere Erkrankung im Zweifelsfall wohl lieber in einer Uniklinik erledigen lässt. Hier muss man sich ehrlich machen. Auch im Flächenland Brandenburg. Wir brauchen weniger Krankenhäuser. Die aber mehr können.

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