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Corona-Hilfe
Tierpark Germendorf bedankt sich für Spendenaufruf

Tolle Idee: Tierparkchef Torsten Eichholz dankt Ina Renner (l.) und Anika Srbek für deren spontane Spendenaktion zugunsten des Tier-, Freizeit- und Saurierparks Germendorf.
Tolle Idee: Tierparkchef Torsten Eichholz dankt Ina Renner (l.) und Anika Srbek für deren spontane Spendenaktion zugunsten des Tier-, Freizeit- und Saurierparks Germendorf. © Foto: Friedhelm Brennecke
Friedhelm Brennecke / 26.03.2020, 14:21 Uhr - Aktualisiert 26.03.2020, 16:35
Germendorf (MOZ) Sie wollten nur helfen in schweren Corona-Zeiten und haben zunächst doch für einige Verwirrung bei Torsten Eichholz, dem Betreiber des Tier-, Freizeit- und Saurierparks in Germendorf, gesorgt. "Dabei hatten wir unser Hilfsangebot mit einer Mitarbeiterin des Tierparks abgesprochenund von ihr grünes Licht bekommen", klärt Ina Renner auf. Gemeinsam mit Anika Srbek hatten die beiden Hennigsdorferinnen über die Internetplattform gofundme.com einen Spendenaufruf für den Tierpark gestartet, der seit dem 18. März geschlossen ist, keine Besucher empfangen darf und deshalb auch keine Einnahmen hat.

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"Unsere Kinder finden die Vorstellung einfach schrecklich, dass der Tierpark wegen der Corona-Pandemie vielleicht für immer schließen muss oder die Tiere nicht mehr versorgt werden können", sagt Anika Srbek. Ihre Kinder seien quasi mit dem Tierpark groß geworden, und jedes Mal sei die Freude grenzenlos, wenn ein Ausflug in die beliebte Einrichtung führe, ergänzt Ina Renner. "Da war es für uns doch selbstverständlich, ganz schnell und spontan um Spenden für die Tiere zu bitten", sagt Anika Srbek. Über gofundme.com funktioniere das bequem und sicher. Spender könnten Geld einfach per Handy überweisen, das dann auch garantiert bei dem Begünstigten, also dem Tierpark, lade.

"Überrascht waren wir von der riesigen Spendenbereitschaft. Wir hätten selbst nicht gedacht, dass nach 30 Stunden schon 2 500 Euro für den Tierpark gesammelt worden wären", danken die beiden Frauen allen, die mit ihrer Unterstützung dazu beitragen, dass die Tiere im Park keine Not leiden müssen. "Oft sind es nur Beträge von fünf oder zehn Euro. Doch die große Menge der Spender sorgt für die stolze Summe, die in der Kürze der Zeit zusammengekommen ist", freuen sich Anika Srbek und Ina Renner über den großen Erfolg ihrer Idee.

"Ich kann mich nur entschuldigen, dass wir diese Spendenaktion zunächst für nicht koscher hielten", bedauert Torsten Eichholz. Die Information seiner Mitarbeiterin, mit der Ina Renner ja gesprochen hatte, sei bei ihm leider nicht angekommen. "Eine bedauerliche Kommunikationspanne bei uns im Haus", räumt der Tierparkchef ein, der Anika Srbek und Ina Renner am Donnerstag einludund sich herzlich für die tolle Spendenaktin bedankte.

Zuvor herrschte große Verwirrung um die Spendenaktion.

"Ich bin richtig stolz auf die beiden Damen und ihre spontane Idee, uns zu helfen", sagt der 53-Jährige. Eichholz bedankte sich mit Freikarten für den Tierpark und versicherte, für die Kinder von Anika Srbek und Ina Renner noch eine besondere Überraschung in petto zu haben, wenn der Park hoffentlich bald wieder öffnen dürfe.

Auch der Förderverein "Freunde des Wildtierparks" bittet um Spenden. Wer mit Geld helfen möchte, kann dies auch unter "Freunde des Wildtierparks" IBAN: DE03 160500003740017570 bei der MBS gern tun.

Für Futterspenden stehen Behälter, die täglich geleert werden, an den Tierparkkassen bereit. "Die Schranken sind geöffnet, eine Parkplatzgebühr wird nicht mehr erhoben", klärt Marika Eichholz, Tochter von Torsten Eichholz, auf.

"Tatsächlich sind mit der Corona-Pandemie für uns erhebliche Einschnitte verbunden", sagt Torsten Eichholz. Einen ersten schmerzlichen Schritt habe er gehen müssen, als er die meisten der 43 Beschäftigten in Kurzarbeit geschickt habe. Drei Lehrlinge, deren Ausbildung fortgeführt werden soll, und vier Tierpfleger kümmern sich jetzt um die mehr als 600 Tiere und die Pflege der zirka 67 Hektar großen Anlage an den Waldseen. Allein die Fütterung der Tiere verschlinge eine Summe von rund 1 000 Euro am Tag.

"Der Osterhase wird dieses Jahr nicht in den Tierparkkommen", ist Eichholz ziemlich sicher. Er habe aber die stille Hoffnung, dass der Park, eventuell unter Auflagen. nach Ostern wieder öffnen dürfe. Zum 1. Juni, dem Kindertag, sollte eigentlich der neu gestaltete Spielplatz eröffnet werden. "Das werden wir nicht mehr schaffen, weil ein beauftragtes österreichisches Unternehmen wegen der Corona-Krise ein Spielgerät derzeit nicht liefern und installieren kann", bedauert Eichholz.

Wenn die Murmelbahn, soviel verrät der Tierparkchef schon mal, aber stehe, sei der Freizeitbereich um eine tolle Attraktion reicher. "Wir wollen mit Neuerungen immer wieder dafür sorgen, dass die gesamte Anlage attraktiv bleibt", versichert Torsten Eichholz. Allerdings funktioniere dass nur, wenn die Corona-Pandemie in absehbarer Zeit ende, der Ausnahmezustand vorbei sei und Besucher wieder in den Tier-, Freizeit- und Saurierpark kommen dürfen.

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