Seit 2010 arbeitet Enertrag bereits an einer Lösung in der Region, die mehrfach an wechselnde Rahmenbedingungen und Anforderungen angepasst werden musste. Die ursprünglich bereits 2020 auslaufende Frist zur Umsetzung wurde durch die Bundesnetzagentur Ende vergangenen Jahres bis Juni 2021 verlängert. Dark Sky nimmt das System noch in diesem Jahr in Betrieb.

Radarschirme für 400 Anlagen

Insgesamt lassen sich unter den zwei Radarschirmen bis zu 400 Windenergieanlagen zusammenfassen. Im ersten Schritt werden zunächst rund 165 Anlagen in der Uckermark nachts unsichtbar. Eine weitere Anlagengruppe mit rund 100 Windrädern ist bereits in Vorbereitung. Mit dem System lassen sich die nächtlichen Lichtemissionen von Windfeldern um bis zu 95 Prozent reduzieren. Die Anlagen blinken nur noch, wenn sich ein Flugobjekt auf weniger als vier Kilometer unterhalb einer Flughöhe von 600 Metern nähert. Das System leiste "einen wichtigen Beitrag für die Akzeptanz der Windkraft" und entlastet die Anwohner, so Thomas Herrholz, Geschäftsführer von Dark Sky.
Das Unternehmen setzt jetzt auch auf ein neues Transpondersystem, welches ohne Netzwerkeinbindung und ohne Abstimmung mit benachbarten Windenergieanlagen auskommt und somit auf jeder Einzelanlage einsetzbar ist.