Der Choriner Musiksommer fiel in diesem Jahr aus. Dafür fanden vor der Kulisse des offenen Klosterschiffs nun erstmals Konfirmationen statt – ebenfalls im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie.
Vor etwa 250 Zuschauern, vor allem Verwandten der Jugendlichen, hat Pfarrer Andreas Lorenz am Sonntag acht junge Christen aus der Brodowin-Choriner Kirchengemeinde bei dem Schritt ins Erwachsenenleben begleitet.

Viele Gäste dank Open-Air-Bedingungen

„Das war die einzige, aber willkommene Möglichkeit, die Konfirmation, die wir im Mai absagen mussten, nachzuholen“, sagte Lorenz. Schließlich hätten die Open-Air-Bedingungen die hohen Gästezahlen ermöglicht. Anderenfalls hätten die Jugendlichen die Gottesdienste in ihren kleinen Heimatkirchen gefeiert.

Zisterzienser-Mönche legten hier im Mittelalter ihr Gelübde ab

Am selben Ort, an dem sie sich nun zum christlichen Glauben bekannten, hätten auch im Mittelalter junge Menschen ihr Gelübde abgelegt – die Zisterziensermönche, die sehr jung, im Alter zwischen zehn und 14 Jahren, ins Kloster gekommen seien. Eine direkte Parallele wäre sicherlich vollkommen überzogen, sagt Pfarrer Lorenz. „Die jungen Leute haben heute natürlich eine ganz andere Lebenswirklichkeit.“ Dennoch sei es der gleiche Geist, den die Menschen im Kloster angetroffen hätten. „Auch deswegen ist die Klosterkirche alles andere als eine Notlösung.“

Jugendfeiern auf 2021 verschoben

Auch an anderen Orten im Barnim fanden am Wochenende Konfirmationen statt. Noch bis in den Oktober hinein holen viele Kirchengemeinden jetzt die Feiern vom Frühjahr nach. Die ausgefallenen Jugendfeiern vom Humanistischen Verband im Barnim sind hingegen aufs kommende Frühjahr verschoben worden.