Der Film stammt aus dem Jahr 1973. Vor allem die jungen Hauptdarsteller (Libuše Šafránková als das Aschenbrödel und Pavel Trávníček als der Prinz) bestechen durch ihre grenzenlose Naivität. Der Inhalt der Aschenbrödel-Geschichte lässt auch keinen Raum für differenzierte Betrachtungen: hier ist die Welt noch in Ordnung, denn die „Bösen“ sind eindeutig von den „Guten“ zu unterscheiden.
Die Geschichte ist dem grimmschen Aschenputtel nachempfunden und nur leicht variiert: durch einige phantastischen Haselnüsse. Das Aschenbrödel wird nach dem Tod ihres Vaters von ihrer Schwiegermutter und deren leiblicher Tochter sehr schlecht behandelt und muss schwer arbeiten am Hof. Wenn das junge Mädchen traurig ist, reitet sie heimlich mit ihrem Pferd aus – eine verbliebene Erinnerung an ihren Vater. Schließlich bekommt das Aschenbrödel, so genannt wegen der meist von der Arbeit schmutzigen Kleidung, ein paar Haselnüsse geschenkt. Diese erweisen sich als äußerst nützlich, denn sie erfüllen dem jungen Mädchen ihre sehnlichsten Wünsche.
Schließlich trifft das Aschenbrödel auf den Prinzen und es kommt wie es kommen muss. Trotzdem ist dieses Märchen so ganz anders als eine Disney-Verfilmung, denn es hat Ecken und Kanten. Gerade die tollpatschigen Nebenpersonen, wie die übergewichtige Kochgehilfe oder der betrunkene Kutscher, der dem Aschenbrödel die Wundernüsse mitbringt, verleihen dem Film eine besondere Atmosphäre. Auf jeden Fall anschauen – egal ob zum ersten oder zum 100. Mal!

Der Film wird während der Festtage oft im Fernsehen gezeigt. In diesem Jahr kann man ihn z.B. am 12.12.2010 um 13:30 Uhr in der ARD sehen.  Als DVD kann man ihn in neuer Auflage im Handel ab knapp 10 Euro kaufen.
Wahre Fans finden hier weitere Informationen zu Kostümen, Drehorten und der nächsten Aschenbrödel-Party auf Burg Bilstein: