Doch die Untergrundverhältnisse im Bruch sind so unsicher, dass der Bauplan nicht aufgeht. Jetzt hat man einen neuen Streckenverlauf vorgesehen. Demnach soll der Radrundweg nun von Zichow in die Randowwiesen führen und dort parallel zum Fluss auf einem bisher existierenden Weg direkt nach Wendemark hinein. Weiter würden die Radler über Passow und Stendell gelangen und von dort wieder auf den ursprünglichen Pfad zur Oder.
Die Lösung hat allerdings einen Haken. Die Strecken zwischen Zichow und Passow müssten mit erheblichem Aufwand ausgebaut werden. Betonplatten, Kopfsteinpflaster und Unwegsamkeiten erschweren bislang das gemütliche Radeln über diese Piste. Wer mit Rennrädern und kleinen Reifen anreist, hat derzeit kaum Chancen.
Der 1,7 Kilometer lange Abschnitt in der Gemarkung Zichow würde allein 298 000 Euro kosten. Allerdings beantragt der Landkreis eine hohe Förderung und leistet ohnehin einen eigenen Anteil an der Finanzierung. Zichow würde mit dieser Variante lediglich 57 000 Euro beisteuern müssen – und das in drei Jahresbeträgen. Gebaut werden soll ab 2014.
Allerdings folgte die Gemeindevertretung nicht dem Beschlussvorschlag des Amtes Gramzow. Man vertagte stattdessen die Entscheidung und pocht jetzt auf einen Vor-Ort-Termin. Hintergrund ist der Vorschlag einer erneuten Veränderung der Wegeführung aus dem Ort heraus.
Ob die Variante eine Chance hat, hängt von der Landwirtschaft ab. Denn der Radweg bei Zichow soll gleichzeitig auch von der Landtechnik genutzt werden. Die nutzt bislang die vorhandenen Wege, um in die Wiesen des Randowbruchs zu gelangen.