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Wriezen
Allende-Schule reagiert mit Empörung

Blick auf das Hauptgebäude: die Grund- und Oberschule "Salvador Allende" in Wriezen, hier von der Gartenstraße aus fotografiert.
Blick auf das Hauptgebäude: die Grund- und Oberschule "Salvador Allende" in Wriezen, hier von der Gartenstraße aus fotografiert. © Foto: Anett Zimmermann
Anett Zimmermann / 18.03.2019, 06:15 Uhr - Aktualisiert 18.03.2019, 14:08
Wriezen (MOZ) Der Antrag der Wriezener Grund- und Oberschule "Salvador Allende" auf zusätzliche finanzielle Mittel in Höhe von 27 755 Euro für die Sanierung der Schülerküche ist am Donnerstagabend vom Hauptausschuss mehrheitlich abgelehnt worden.

Das bedeute aber nicht, dass sich die Mitglieder grundsätzlich gegen den Antrag ausgesprochen hätten, berichtete Bürgermeister Karsten Ilm (CDU) und zugleich Vorsitzender des Hauptausschusses. Er hatte seine Zustimmung bereits bei der jüngsten Stadtverordnetenversammlung signalisiert, in der es um einen Zuschuss für die Johanniter-Schulen in Wriezen gegangen war. Diese wollen der bestehenden Raumknappheit mit einer Containerlösung begegnen. Um diese noch in diesem Jahr realisieren zu können, hatten sie sich nach einem entsprechenden Hinweis an die Stadt gewandt.

Als dies bekannt wurde, reagierte die Allende-Schule mit einem Antrag in selber Höhe und mit Finanzierung über die gleiche Haushaltsposition, was seither zu teils heftigen Auseinandersetzungen nicht nur in den Gremien führt. Unabhängig davon, dass der Antrag nicht fristgerecht für die Februarsitzung des Hauptausschusses und damit auch für die Stadtverordnetenversammlung eingereicht worden ist, kritisieren Abgeordnete, dass der Betrag von 27 755 Euro für die Schülerküche nicht weiter untersetzt ist.

Das sei nun auch im Hauptausschuss der Fall gewesen, so der Bürgermeister. Neben ihm sei lediglich SPD-Fraktionschefin Jutta Werbelow dem Antrag der Allende-Schule gefolgt. An diese habe man inzwischen auch eine Bedarfsanfrage gestellt, so Karsten Ilm weiter. Demnach soll die Einrichtung bis zum 20. März Angaben zur Häufigkeit der Benutzung, zur Personenanzahl der Benutzergruppen, zum Alter der Nutzer und zu den Ausstattungsmerkmalen machen. Die Frage sei unter anderem, ob Geräte eins zu eins ausgetauscht werden sollen oder ein Mehrbedarf besteht, der möglicherweise auch zusätzliche Installationen (Elektrik, Wasser) mit sich bringt.

Letztlich hätten, so der Bürgermeister, alle Hauptausschussmitglieder bereits ihre Zustimmung zugesichert, wenn der Antrag detaillierter begründet wird. Die Schülerküche stehe bereits auf der aktuellen Prioritätenliste der Stadt und soll nun aus dem Haushalt finanziert werden.

Die Allende-Schule hat noch am Freitag mit einer Stellungnahme unter der Überschrift "Wenn zwischen Wort und Tat Welten liegen" reagiert, die auch auf der Internetseite der Einrichtung veröffentlicht worden ist. Die bereits in der Stadtverordnetenversammlung in Aussicht gestellte Erneuerung der Schülerküche habe man erfreut zur Kenntnis genommen, heißt es darin. Gefragt wird jedoch, wie sich diese Aussage mit der mehrheitlichen Ablehnung im Haushaltsausschuss verträgt. Und weiter: "Wir sind empört!"

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