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Versorgung
6000 Essen werden bei Löwenmenü gekocht und verteilt

Volkmar Ernst / 07.03.2020, 11:00 Uhr
Neulöwenberg (MOZ) Sieben verschiedene Menüs bietet die Firma "Löwen Menü" in Neulöwenberg ihren Kunden an. Dazu gehören Kitas, Schulen und Horteinrichtungen. Doch auch Einzelpersonen, vor allem Senioren, werden von der Firma mit einer warmen Mahlzeit beliefert. Hinzu kommt ein Bistro am Bahnhof in Neulöwenberg, wo bis zur Mittagszeit Frühstück,  Kaffee und eine Stärkung zur Mittagszeit angeboten wird. Vor allem bei Fernfahrern ist das Bistro beliebt. Ein weiteres Betätigungsfeld sind Catering- und der Partyservice. Das gilt für die Lieferung von Frühstück, Brunch, Mittag und Abendbrot, inklusive der Ausstattung mit Geschirr, Gläsern und Besteck.

Das Einzugsgebiet der Firma reicht von Eberswalde bis nach Fürstenberg, Gransee, Velten, Hennigsdorf, Glienicke, Mühlenbeck, Schildow, Wandlitz, Kloster Chorin bis nach Neuruppin. Sogar in den Norden Berlins werden die Essen gefahren. "Unser Firmensitz in Neulöwenberg ist super. Er liegt direkt an der Bundesstraße 167, die B 96 ist nicht weit entfernt. Insofern sitzen wird sozusagen im Zentrum und können unsere Kunden auf strahlenförmigen Routen gut erreichen", erklärt der Senior-Chef Heinz Wysoski.

Früh um 4 Uhr wird in der Großküche das Licht angeschaltet und es beginnen die Vorbereitungen, um die 6 000 Essen herzustellen. Sieben Köche inklusive eines Diätkochs sind dafür verantwortlich. Da muss natürlich klar sein, welche Einrichtung was und vor allem wie viele Portionen geordert hat. Sieben Menüs, die natürlich im Wochenrhythmus variieren, stehen zur Auswahl. Hinzu kommen vegetarische und vegane Angebote, Fisch und nicht zu vergessen, für Muslime ist Schweinefleisch tabu. Das ist auch der Grund, wie der Chef erklärt, dass bei der Zubereitung vermehrt Geflügelfleisch verwendet wird. Außerdem sei Geflügel bei Kindern sehr beliebt. Hoch im Kurs stehen bei diesen übrigens noch immer Grießbrei, Nudelgerichte in jeglicher Variation, Eierkuchen, süßsaure Eier, Jägerschnitzel und Wurstgulasch. "Die Gerichte auf dem Speiseplan sind nach der Empfehlung der Gesellschaft für gesunde Ernährung zertifiziert", fügt Heinz Wysoski hinzu.

Die Gewürze und ein Teil des frischen Gemüses stammen aus eigenem Anbau. "Da das Gelände, das wird damals gekauft haben, um die Küche zu bauen, viel größer war, haben wir dort Beete angelegt und Gewächshäuser aufgestellt. Wir haben sogar zwei Gärtner, die sich darum kümmern. Insofern brauchen wir, abgesehen von Pfeffer, keine Gewürze zu kaufen. Wir sind sozusagen Selbstversorger", so der Chef weiter. "Außerdem können wir so garantieren, dass unser Gemüse und Obst frei von Pestiziden ist, weil wir keine verwenden."

Gekocht wird in Etappen, je nach der Länge des Fahrtweges und wann die Bestellungen vor Ort sein müssen. In Assietten wird das Essen verpackt und in Warmhaltebehältern transportiert. Schwierigkeiten bereitet vor allem das Warmhalten von Einzelportionen, wenn aufgrund von Allergien ein Spezialessen gekocht werden muss. "Und diese Zahl steigt ständig", ergänzt der Chef.

Eigens für den Transport gibt es 26 Autos, deren Fahrer die Waren dann in einem Umkreis von rund 50 Kilometern verteilen. Da kann es durchaus passieren, dass sich ein Koch nach seiner Schicht noch hinters Steuer setzen muss, wenn aufgrund eines hohen Krankenstandes Fahrer fehlen. Doch da der Kunde ein Recht auf eine pünktliche und warme Lieferung hat, müssen wir das eben so handhaben, erklärt Heinz Wysozki den ungewöhnlichen Einsatz.

Geschichte desUnternehmens

1989 erhielt Heinz Wysoski die Gewerbegenehmigung für Gastronomie.

Gemeinsam mit seinem Sohn Jan führte er die Bahnhofsgaststätte, die Schulküche und die Großküche in Löwenberg.

5,5 Millionen DM haben der Kauf und die Investitionen am Standort in Neulöwenberg gekostet.

Drei Hektar Land, auf denen Obst, Kräuter und Gemüse angebaut werden, gehören dazu.

120 Mitarbeiter sind derzeit im Unternehmen beschäftigt.

www.loewen-menue.de

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