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Electra Commute Helmets
Sicherheit ist keine Hexerei

Stefan Klug / 07.06.2019, 17:46 Uhr - Aktualisiert 07.06.2019, 18:02
Frankfurt (Oder) (MOZ) Ein Helm ist Kopfsache. DerWerbespruch sagt einfach, was mitunter schwer zu vermitteln ist. Denn vor allem da, wo Helme noch nicht Pflicht sind, ist die Akzeptanz bei großen Teilen der Bevölkerung eher weniger ausgeprägt. Während man die lieben Kleinen nur noch mit aufs Fahrrad lässt, radeln viele Eltern munter oben ohne nebenher. Gefährlich und unnötig. Und es finden sich viele Gründe für diese Entscheidung. Denn der Kopfschutz soll - natürlich - sicher sein, bequem, gut aussehen und dazu kein Vermögen kosten. Das ähnelt ein wenig der Quadratur des Kreises. Die schnittigen Oberschalen der Radrennsportler sind vielen ein Tick zu dynamisch und passen auch nur schwer ins urbane Straßenbild.

Designideen sind gefragt und die kommen wieder mal aus dem sonnigen Kalifornien. Die dort beheimatete, aber durchaus mit deutschen Wurzeln versehene Kult-Company Electra Bike bringt ihre neue Helm-Kollektion Commute Helmets auch auf den europäischen Markt. Frei übersetzt haben wir es also mit "Pendler Helmen" zu tun, was so einiges über das Einsatzgebiet aussagt. Nicht zwingend der athletische Streckenbezwinger, sondern eher der Gelegenheits- und Alltagsfahrer darf sich angesprochen fühlen. Dazu passt dann als erstes die Form, die eine Melange aus dem darstellt, was man von der Skipiste oder den Skatern kennt sowie Elementen, die die Einheits-Sicherheitsschalen im Stromlinienlook auszeichnet.

Die Schale aus festem und kratzbeständigem Polycarbonat ist leicht und erlaubt trotz der relative runden Form, dank der fünf groß dimensionierten Schlitze, eine gute Be- und Durchlüftung. DieÖffnungen sind Teil des wohldurchdachten Ventilationssystems, denn eines darf ein Helm auf keinen Fall, wenn er getragen werden soll: Den Kopf schwitzen lassen. Als - wenngleich anfänglich ungewohnt, dafür später aber grenzgenial - erweist sich der Fidlock Slide Buckle. Das magnetische Schließsystem ist kinderleicht und sogar einarmig zu bedienen, auf der anderen Seite aber zuverlässig fest, wenn es drauf ankommt. Es sitzt wie gewohnt unter dem Kinn und stellt beidseitig das Ende der Kunstlederriemen dar, die den Helm als ein Teil des Befestigungssystems auf dem Kopf halten. Der andere Teil ist das Boa Fit Retentionsystem, das man in ähnlicher Form schon kennt. Per Stellrad kann stuffenlos das Innenteil des Helmes an die Kopfgröße angepasst werden. Perfekt ist’s, wenn der Helm auch ohne Kinnriemen beim nach vorne beugen nicht vom Kopf fällt.

Wer nun an der Außenschale rüttelt wird feststellen, dass der Kopf selbst sich nicht im gleichen Rhythmus mitbewegt. Zumindest bei jenen Modellen, die mit einem Multi-Directional Impact Protection System oder kurz MIPS ausgestattet sind. Denn die Electra-Topmodelle verfügen über selbiges, das bei Stürzen besonderen Schutz bieten soll. Der Trick dabei ist, dass der Kopf beim Kontakt des Helmes mit der Straße oder anderen festen Untergründen nicht in gleichem Maße abgestoppt wird wie die Helmschale, also in selbiger gleitet. Dadurch wird eine Menge an Energie aus dem Aufprall genommen und die Körperregion geschützt. Eine 40 Prozent höhere Dämpfung im Vergleich zu Helmen ohne MIPS. Und dafür hat Electra den höchsten Sicherheitsstandard nach NTA 8776 zertifiziert bekommen, der besonders für E-Bike-Fahrer wichtig ist, die regelmäßig schneller als 20 km/h fahren. Die rundum Reflektionsbeschichtung der Helme inklusive des kleinen silbrigen Sonnenschirms sowie das Magnetic Mount System, an dem sich ein zusätzliches Licht, aber auch eine Kamera problemlos befestigen lassen, gehören zu den weiteren (Sicherheits)Features der Kollektion.

Bliebe die Frage des Aussehens. Die Form ist cool, zeitlos und unter den sieben meist pastellenen Farben wird sich sicher für jeden Geschmack etwas finden lassen. Boa und Magnetverschluss garantieren ein schnelles Auf- und Absetzen sowie den sicheren Sitz. Und das Innenleben inklusive Belüftung hat auch in den ersten heißen Tagen des Jahres kaum spüren lassen, dass man einen Helm trägt. Die Sonnenbrille passt mit drunter, ohne dass es drücken würde oder der sichere Sitz des Helms gefährdet wäre. Und derzeit ist man mit einem Commute Helmet immer noch ein klein wenig Exot unter den vielen einheitlichen Designs. Lediglich beim Preis muss man Zugeständnisse machen. Knapp 130 Euro werden für die Modelle mit MIPS aufgerufen, immer noch fast 90 für die ohne. Aber die Sicherheit für und Gesundheit des eigenen Körpers sollten ohnehin nicht vordergründig in Euro und Cent bemessen werden.

www.electrabike.com

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