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Welche Tiere essen wir eigentlich in Deutschland? Ein spannendes Buch erklärt mit vielen Bildern alles Wissenswerte rund ums Fleisch

Das Schwein in uns

Inga Dreyer / 30.12.2017, 12:12 Uhr
Frankfurt (Oder) (MOZ) Zu Silvester überlegen sich viele Menschen Vorsätze fürs neue Jahr: Sie wollen fleißiger sein, Sport machen oder bessere Noten in der Schule haben. Manche Leute nehmen sich auch vor, weniger Kekse zu essen.

Über gesundes Essen wird viel diskutiert. Besonders über Fleisch. Manche meinen, man müsse ganz viel davon essen, um groß und stark zu werden. Andere sagen, sie wollen gar keines essen, um den Tieren nicht weh zu tun. Das ist aber gar nicht so einfach. Denn Fleisch ist auch in vielen Produkten drin, von denen wir es gar nicht denken.

Pinsel zum Beispiel können aus Schweineborsten sein, Aminosäuren vom Schwein machen Brotteig geschmeidig. Aus Haut und Knochen wird Gelatine hergestellt, die in Kaugummis und Gummibärchen landet. Auch in einigen Menschen steckt ein Stück Schwein - nicht nur charakterlich: Herzklappen der borstigen Tiere werden in menschliche Körper eingesetzt.

In dem Buch "Iss was?! Tiere, Fleisch & ich" von den Autorinnen Christine Chemnitz und Gabriela Häfner könnt ihr viele solcher spannenden Informationen zum Thema Fleisch finden. 2017 wurde es sogar für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert. Durch die schönen, bunten Zeichnungen der Illustratorin Gesine Grotrian kann man die vielen Zahlen gut verstehen.

Weißt du zum Beispiel, von welchen Tieren in Deutschland am meisten geschlachtet werden? Hühner! 2014 waren es mehr als 667 Millionen. So eine Zahl kann man sich kaum vorstellen. Danach kamen Schweine, Puten, Enten, Rinder, Schafe und Gänse. Aber auch Pferde, Tauben und immerhin fast 2000 Strauße wurden geschlachtet, um sie zu essen.

Denn die Deutschen essen viel mehr Fleisch als früher. Heute mögen wir vor allem das Muskelfleisch. Innereien, also die Organe der Tiere, finden viele Leute eklig. Vielleicht liegt das daran, dass sie sie nicht mehr gewöhnt sind. Denn früher hat man daraus leckere Gerichte gekocht. Aus dem Knochenmark kann man feine Klößchen machen und in die Suppe tun, die Zunge kann man kochen und aus dem Kopf hat man früher die begehrte Schweinekopfsülze gemacht. Heute werden in Deutschland nur etwa 60 Prozent von einem Schwein gegessen, 40 Prozent werden als Tierfutter, Dünger und für chemische Produkte verwendet. Neun bis 15 Prozent landen einfach im Mülleimer.

Bestimmt hast du schon mal einen Vegetarier getroffen. Das sind Menschen, die kein Fleisch essen. Aber kennst du auch Pescarier? So werden Menschen genannt, die kein Fleisch, aber Fisch essen. Manche Vegetarier machen auch mal eine Ausnahme. Sie heißen dann Flexitarier. Und Veganer mögen gar keine tierischen Produkte - nicht nur im Essen, sondern auch in Cremes, Duschgels oder in Kleidungsstücken.

Wenn du noch mehr erfahren willst, kannst du das Buch im Internet bei der Heinrich-Böll-Stiftung runterladen oder bestellen (du musst nur das Porto zahlen). Denn egal, was du gerne isst: Neugierig zu sein ist immer ein guter Vorsatz.

www.boell.de/isswas

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